Sie lesen die Ausgabe vom Montag, 06. Februar 2012
Die Hunte header image 2

Bargloy soll attraktiver werden

07. Juli 2010 · MSI · Ein Kommentar · Wildeshausen

Dorferneuerung nimmt Fahrt auf / Ortsdurchfahrt wird saniert

Von Martin Siemer

Bargloy. Nach Bühren beginnt jetzt auch in der Bauerschaft Bargloy die Dorferneuerung. Am Donnerstagabend informierten Stadtverwaltung und Planer auf dem Hof Hüffermann über das Vorhaben.

Susanne Plaspohl-Rademaker (von links), Eckhart Mumm und Ulrich Fortmann erläuterten die Grundzüge der geplanten Dorferneuerung in Bargloy. BILD: Martin Siemer

Susanne Plaspohl-Rademaker (von links), Eckhart Mumm und Ulrich Fortmann erläuterten die Grundzüge der geplanten Dorferneuerung in Bargloy. BILD: Martin Siemer

Ulrich Fortmann, Leiter des Fachbereichs Bau der Stadtverwaltung, betonte dabei, dass über detaillierte Kosten zum jetzigen Zeitpunkt noch keinerlei Aussagen getroffen werden können. Die Stadt hat für die Dorferneuerung jedoch im Haushalt 2010 insgesamt 340.000 Euro eingestellt. Nach den Förderrichtlinien der Niedersächsischen Behörden für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) werden öffentliche Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung mit 50 Prozent der Nettoinvestitionssumme bezuschusst. Für private Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen beträgt der Zuschuss 30 Prozent der Bruttoinvestitionssumme.
Vorrangig soll die Ortsdurchfahrt saniert werden. „Die Straße ist zurzeit in einem sehr schlechten Zustand“, erläuterte Eckhart Mumm vom Ingenieurbüro Mumm & Partner. Gemeinsam mit Susanne Plaspohl-Rademaker stellte Mumm die vorläufigen Planungen vor. So soll unter anderem der Kreuzungsbereich in Bargloy durch Baumpflanzungen optisch aufgewertet werden. „Wir müssen jedoch noch zunächst ein Baugrundgutachten abwarten, in dem die vorhandenen Versorgungsleitungen aufgezeigt werden“, so Mumm. Über Strom- und Gasleitungen dürfen keine Bäume gepflanzt werden, da das Wurzelwerk die Leitungen beschädigen könnte.
Auch wenn Ulrich Fortmann zu den Kosten der Straßensanierung noch keinerlei Angaben machen konnte, war jedoch gerade dieser Punkt von großem Interesse für die Anlieger. Nach der derzeit gültigen Satzung der Stadt trägt die Kommune 25 Prozent der verbleibenden Kosten. Auf die Anlieger entfallen 75 Prozent.
So liegt der landwirtschaftlicher Betrieb von Eike Bruns an der Ortsdurchfahrt liegt. Bruns befürchtete, aufgrund der Größe seines Anwesens und der von ihm bewirtschafteten Ländereien bis zu einem Drittel der Straßensanierung zahlen zu müssen. Fortmann erklärte jedoch, dass die Abrechnung der Straßenbeiträge sehr komplex sei, und bot an, dass die betroffenen Anlieger im Gespräch mit dem Bauamt der Stadt Detailfragen klären könnten.
Bei den privaten Investitionen sind vor allem neue Dacheindeckungen, Fastensanierungen oder neue Fenster vorgesehen. Hier können sich die Gebäudeeigentümer mit dem Planungsbüro Mumm in Verbindung setzen.
Zu Information der Bürgerinnen und Bürger werden in Kürzen Lagepläne in allen Bauerschaften aufgestellt, die von der Dorferneuerung partizipieren.

Share
Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Tags:

Ein Kommentar bislang ↓

  • Leo Kurth

    Es ist zu befürchten, dass nur wenig (6-7) Anlieger erheblich zur Kasse gebeten werden. DAs ist alles zu unseriös.!!!

Geben Sie einen Kommentar ab