Sie lesen die Ausgabe vom Montag, 06. Februar 2012
Die Hunte header image 2

Nachtfluggenehmigung ist beantragt

07. Juli 2010 · MSI · Keine Kommentare · Wildeshausen

Wildeshauser Bürger sehen Entwicklung auf Flugplatz Ahlhorn kritisch

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Mangelnde Kommunikation beklagten Bernd Gooßmann und Thomas Meiswinkel, Projektentwickler der Flugplatz Ahlhorn GmbH bei der Entwicklung des ehemaligen Fliegerhorstes. Ein Vorwurf, den sich beide jetzt selber gefallen lassen müssen. Denn die Flugplatz Ahlhorn hat am 9. Juli bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beantragt, den Flugplatz als Sonderlandeplatz für Flugzeuge bis 14 Tonnen mit einem 24-Stündigen Flugbetrieb auszuweisen.
Das zumindest berichtete Joachim Musch am Freitagnachmittag. Musch gehört mit Jürgen Lammers und Wildeshausens ehemaliger Bürgermeister Franz Duin zu einem Initiativkreis, der die Entwicklung des ehemaligen Bundeswehrflugplatzes kritisch beleuchtet.
„Wir vermissen die geforderte Kommunikation seitens des Flugplatzbetreibers hinsichtlich des neuen Vorgehens“, betonte Duin. „Im Fachausschuss des Kreistags haben die beiden Flugplatzmanager das anders dargestellt. Das gefällt mir persönlich nicht“, erklärte der Kreistagsabgeordnete.
Das der Antrag gestellt wurde, hatte Joachim Musch er nur durch eigene Recherchen erfahren. „Auf Nachfrage hat die Landesbehörde den Eingang des Antrags bestätigt.“
Ebenfalls bestätigt wurde, dass der derzeit noch geltende Große Bauschutzbereich mit einem Radius von 15 Kilometern, aufgehoben werden soll. Statt dessen soll der klein Bauschutzbereich mit einem Radius von 1,5 Kilometern gelten. „Wie das bei einer Landebahn mit einer Länge 2650 Metern funktionieren soll, erschließt sich mir noch nicht“, sagte Musch.
Bei aller Kritik am Vorgehen der Flugplatz Gesellschaft: Einer grundsätzlichen Entwicklung des 307 Hektar großen Areals stellt sich der Initiativkreis nicht in den Weg. „Es geht uns um die Nachtfliegerei und die damit verbundenen Lärmbeeinträchtigungen“, erklärte Jürgen Lammers. Denn Wildeshausen liegt direkt in der Einflugschneise des Flughafens, die Flughöhe über der Kreisstadt könnte zwischen 300 und 500 Meter betragen.
Der Initiativkreis will Anfang September eine Bürgerinitiative gründen, die die weiteren Planungen kritisch verfolgen wird. „Es ist kaum vorstellbar, dass eine nur reine Geschäftsfliegerei in Ahlhorn stattfinden soll und dafür eine Genehmigung für einen 24-Stunden-Betrieb erforderlich ist“, zweifeln die drei Wildeshauser an.

Share
Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Tags: ····

Keine Kommentare bislang ↓

Bislang keine Kommentare.

Geben Sie einen Kommentar ab