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Samba Rhythmen statt Propagandasprüche

08. August 2010 · MSI · Keine Kommentare · Politik, Wildeshausen

Friedliche Demonstration – Wildeshauser zeigen Flagge gegen Rechts

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Blamage für die DVU Niedersachsen. An der groß angekündigten Kundgebung am Sonnabend auf dem Marktplatz der Huntestadt nahmen ganze 14 Parteimitglieder und Sympathisanten

Friedlich verlief der Demonstrationszug gegen die Kundgebung der DVU. BILD: Martin Siemer

Friedlich verlief der Demonstrationszug gegen die Kundgebung der DVU. BILD: Martin Siemer

teil. Demgegenüber standen mehrere Hundert Gegendemonstranten, die lautstark ihre Ablehnung rechten Gedankenguts kundtaten. So blieben weite Teile der Rede des DVU Landesvorsitzende Hans-Gerd Weichmann und des Neonazi-Aktivisten Christian Worch ungehört. Die Demonstranten des Wildeshauser Aktionsbündnisses „Bunt statt Braun“ begleiteten die beiden Ansprachen mit lautem Trillerpfeifengetöse. Dazu sorgte eine Sambagruppe für eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse. Das, was Wiechmann und Worch zu sagen hatten, war auch nicht sonderlich hörenswert. Klassisch dümmlich braun angehauchte Passagen. Zitat Wiechmann: „Wenn ich auf einer Demonstration verhaftet werde, dann lass ich mir lieber von einem deutschen Polizisten eins mit dem Schlagstock überziehen.“
Bemerkenswert war, mit welcher Geschlossenheit die Wildeshauser Bürgerinnen und Bürger sich gegen die rechte Kundgebung engagierten. In nur zwei Tagen hatte das Bündnis „Bunt statt Braun“ den Widerstand organisiert. „Es ist gut, dass so viele Bürgerinnen und Bürger den Protest gegen den Rechtsextremismus unterstützen“, betonte Wildeshausen Bürgermeister Dr. Kian Shahidi bei der
Die Ansprachen von Christian Worch (rechts) und Hans-Gerd Wiechmann gingen im Lärm der Sambatrommeln unter. BILD: Martin Siemer

Die Ansprachen von Christian Worch (rechts) und Hans-Gerd Wiechmann gingen im Lärm der Sambatrommeln unter. BILD: Martin Siemer

Abschlusskundgebung auf dem Gildeplatz. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich 600 Teilnehmer an einem Demonstrationszug durch Wildeshausen. Auch Aktivisten der linken „Antifa“ nahmen daran teil. Der Landkreis Oldenburg hatte beiden Kundgebungen genehmigt, dabei auf eine strickte Trennung der Gruppierungen geachtet. Mehrere Hundertschaften der Polizei, darunter auch Hundeführer, sorgten für Ordnung. Sie brauchten jedoch nicht tätig zu werden.
Nach einer guten Stunde beendeten die Rechten ihre Kundgebung. Begleitet von der Polizei verließen sie Wildeshausen.

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