Alten Kern Wildeshausens erhalten

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UWG gegen den Abriss weiterer historischer Gebäude

Wildeshausen (pm). Ganz klar positioniert sich die Unabhängige Wählergemeinschaft (UW) im Stadtrat gegen den Abriss weiterer historischer Gebäude in Wildeshausens Innenstadt. „Wir müssen uns ernsthaft Gedanken machen, wie unsere Stadt zukünftig aussehen wird, wenn das so weitergeht“, schreibt der UWG Fraktionsvorsitzende Rainer Kolloge in einer Presseerklärung. „Bald ist vom historischen Kern der ältesten Stadt im Oldenburger Land wirklich nicht mehr viel übrig. Und dass sollte eigentlich jeden interessieren“. “

Das Gebäudeensemble am Wildeshauser Marktplatz soll möglicherweise einem Neubau weichen. Foto: Martin Siemer
Das Gebäudeensemble am Wildeshauser Marktplatz soll möglicherweise einem Neubau weichen. Foto: Martin Siemer

Mit großem Erschrecken sieht die UWG, dass immer mehr alte, das Stadtbild prägende oder sogar denkmalgeschützten Gebäuden der Abriss drohe. Dabei trete die UWG seit jeher für den Erhalt der verbliebenen alten Gebäude ein. Auf ihre Fahnen schreibt sie sich das vor dem Abriss verschont und mittlerweile ansprechend renovierte Bahnhofsgebäude.
Den jetzt geplanten Abriss mehrerer Gebäude am Marktplatz sehen die UWG-Abgeordneten als unwiederbringlichen Verlust für Wildeshausen. „Ich glaube, es gibt bundesweit keine Stadt in Deutschland, in der ernsthaft noch diskutiert wird, historische Gebäude am Marktplatz abzureißen,“ so Rainer Kolloge weiter. „Mein Eindruck ist auch nicht, dass die Bürger das wirklich wollen“, ergänzt sein Fraktionskollege Thomas Johannes.

Das Gesicht des Wildeshauser Marktplatzes hat sich in den vergangenen Jahrzehnten völlig gewandelt. Foto: Archiv Panschar/BGV
Das Gesicht des Wildeshauser Marktplatzes hat sich in den vergangenen Jahrzehnten völlig gewandelt. Foto: Archiv Panschar/BGV

„Nach unserer Ansicht sind es die schönen alten Gebäude Wildeshausens, die die Aufenthaltsqualität in unserer Innenstadt erhöhen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivität unserer Stadt leisten“, betont Heiner Spille. „Praktische aber langweilige Neubauten, wie sie zumeist nach einem Abriss entstehen, locken nun wirklich keine Besucher in unsere Stadt“.
Einen großen Einkaufsmarkt als Magnet und Heilsbringer für die Innenstadt sehen die UWG-Abgeordneten mit Skepsis. „Der wirkliche „Magnet“ ist doch unsere liebenswerte Stadt mit ihren kleinen Geschäften den gemütlichen Cafés und einem tollen Wochenmarkt. Hieran gilt es zu arbeiten“, findet Heiner Spille.

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