Am Lehmkuhlenweg entstehen Wohnungen

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Ausschuss bringt Änderung des Bebauungsplans auf den Weg

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Die brachliegende Fläche am Lehmkuhlenweg hinter dem Friedhof könnte bald zu einem neuen Wohngebiet werden. Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt gab am Dienstagabend grünes Licht für die 5. Änderung des Bebauungsplans Nr. 34. Nach einem ersten Entwurf des Investors könnten auf dem knapp zwei Hektar großen Areal vier Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht Wohneinheiten sowie vier Reihenhäuser mit jeweils drei Einheiten entstehen. Dazu sind Gewerbeimmobilien geplant. 60 Prozent der Fläche sollen mit Wohnungen bebaut werden, 40 Prozent stehen für Gewerbe zur Verfügung. Beim Wohnbau wiederum sind 70 Prozent dem sozialen Wohnbau vorbehalten. Wohnungen also, die für Menschen mit einem Berechtigungsschein vorgesehen sind.

Ein erster Entwurf des Investors gibt einen Eindruck von der künftigen Gestaltung des Gebiets am Lehmkuhlenweg.
Ein erster Entwurf des Investors gibt einen Eindruck von der künftigen Gestaltung des Gebiets am Lehmkuhlenweg.

Planer Eckhart Mumm stellte das Vorhaben im Ausschuss vor. Der Rat der Stadt Wildeshausen hatte am 11. Mai 2016 beschlossen, die Fläche zwischen Friedhof und Raiffeisen-Warengenossenschaft an die VR-Immobilien Wildeshauser Geest zu verkaufen. Vorangegangen war ein Interessenbekundungsverfahren. Schon damals war klar, dass der Bebauungsplan geändert werden muss, da das vom Käufer vorgestellte Konzept nicht mit dem derzeit gültigen B-Plan harmonisiert.
Genau das kritisierte Karl Schulze Temming-Hanhoff (Parteilos). „Die Grundlage für das Interessenbekundungsverfahren war der gültige Bebauungsplan. Dieser lässt eine eingeschossige Bauweise zu. Das war die Vorgabe“, sagte Schulze Temming-Hanhoff.
Michael Müller vom Bauamt der Stadt wies jedoch hin, dass im damaligen Verfahren allen Interessenten bereits die Änderung des B-Plans in Aussicht gestellt worden war. Im jetzt vorgestellten ersten Entwurf ist eine dreigeschossige Baumweise vorgesehen. Damit hatte auch Heiner Spille (UWG) seine Probleme. Er plädierte für eine zweigeschossige Baumweise mit maximal acht Wohneinheiten je Gebäude.
„Wir wollen Wohnraum schaffen“, begrüßte Wolfgang Sasse (CDU) die Planungen des Investors. Stephan Rollié (CDU) gehörte in den Vergangenheit zu dem Kritikern der Bauplanung. „Ich hatte Befürchtungen, was sich dort entwickeln könnte. Jetzt aber haben mich die Planungen des Investors überzeugt“, sagte er.
Die Mehrheit des Ausschusses stimmte für die Änderung des Bebauungsplans. Zwei Ausschussmitglieder enthielten sich. Einzig Uwe Bock (Piraten) stimmte gegen den Beschlussvorschlag, allerdings ohne sich vorher an der Diskussion beteiligt zu haben.

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