Aus längst vergangenen Tagen

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Bürger- und Geschichtsverein gewährt Einblicke ins Bildarchiv

Wildeshausen. Sie ist eine Sisyphusarbeit, die scheinbar kein Ende nimmt, die Archivarbeit des Bürger- und Geschichtsvereins (BGV). Immer wieder gibt es neue Unterlagen und Dokumente, Bilder und andere Archivalien, die an das alte Wildeshausen erinnern. Um zu zeigen, dass die oftmals im Verborgenen geleistete Arbeit wirklich sinnvoll und nachhaltig ist, hat der Verein jetzt einige seiner Archivbilder auf seiner Internetseite online gestellt.

„Wir möchten unsere Webseite nicht mehr nur als Visitenkarte nutzen, sondern auch die Möglichkeit eröffnen, Dokumente und Bilder einzusehen“, sagte Bernd Oeljeschläger, einer von zwei Vorsitzenden des BGV bei der Vorstellung.

Allein das Archiv von Alfred Panschar, das sich seit dem vergangenen Jahr im Besitz de BGV befindet, umfasst rund 15000 Aufnahmen. „Ich habe die Negative und Dias selbst eingescannt“, erzählte Panschar. Das erleichtert die Archivarbeit deutlich, wenn gleich jetzt auch alle Bilddaten in eine spezielle Archivsoftware eingepflegt werden müssen. Das übernimmt neben der BGV-Mitarbeiterin Eva-Maria Ameskamp seit Anfang des Jahres auch Hansjörg Manshold. Der Medienfachmann hat bislang rund 100 Aufnahmen auf die Webseite online gestellt. „Alle Bilder werden wir nicht veröffentlichen, das würde den Rahmen sprengen“, sagte Manshold. Aber von Zeit zu Zeit sollen Bilder ausgetauscht werden.

Der Fundus des BGV ist mittlerweile zu einem unschätzbaren wertvollen Archiv angewachsen. Und das, obwohl die Arbeit fast überwiegend ehrenamtlich erfolgt. Die Stadt Wildeshausen, deren ureigenstes Interesse die Erhaltung der eigenen Geschichte sein müsste, beteiligt sich nur im bescheidenen Umfang an den Kosten.

Dabei verträgt Geschichtsarbeit eigentlich keinen zeitliche Aufschub. „Ich habe jetzt gerade Schulbilder sortiert und mit Namen versehen. Viele Wildeshauser, die ich gefragt habe, kannten die Personen auf den Bildern schon nicht mehr“, erzählte Alfred Panschar aus seiner Arbeit.

Das Archiv des Bürger- und Geschichtsvereins dient inzwischen bis zu einhundert Mal im Jahr als Fundus für Menschen, die ihre eigene Geschichte ergründen und zum Beispiel Familienstammbäume anlegen. „Schon deshalb sind wir auch weiterhin an Dokumenten und Bildern interessiert“, sagte Bernd Oeljeschläger.

Mit der neuen Bildergalerie auf seiner Webseite möchte der Verein auch unterstreichen, dass er sorgsam mit den Archivalien umgeht. „Wir sollen die Sammelstelle für Wildeshauser Dinge sein“, sagte Karl-August Kolhoff, Zweiter im Team der beiden Vorsitzenden.

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