Ausgezeichnete Umweltschützer

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Naturschutzstiftung würdigt Engagement für Natur-und Umweltschutz

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Einmal im Jahr stehen im Kreishaus des Landkreises Oldenburg Menschen im Vordergrund, die oftmals im Verborgenen wirken und dabei dennoch viel für die Allgemeinheit bewirken. Die Naturschutzstiftung des Landkreises zeichnet Menschen und Vereine aus, die sich intensiv für den Natur- und Umweltschutz einsetzen. Am Donnerstagnachmittag übergaben Michael Feiner, Vorsitzender de Kuratoriums der Stiftung und Landrat Carsten Harings Geldpreise und Urkunden.
Neun Nominierungen waren bei der Stiftung eingegangen, von denen das Kuratorium und der Beirat sechs für preiswürdig erachteten.

Michael Feiner (Vierter von rechts) und Carsten Harings (rechts) über gaben die Umweltschutzpreise der Naturschutzstiftung. Foto: Martin Siemer
Michael Feiner (Vierter von rechts) und Carsten Harings (rechts) über gaben die Umweltschutzpreise der Naturschutzstiftung. Foto: Martin Siemer

Leider waren in diesem Jahr keine Schulen unter den Preisträgern. „Ich ermuntere ausdrücklich die Lehrerinnen und Lehrer, in diesem Bereich aktiv zu werden. Praktische Erfahrungen bleiben länger in den Köpfen der Schüler als theoretischer Unterricht;“ sagte Feiner.
Bei der diesjährigen Preisverleihung des Umweltschutzpreises waren die Angler deutlich in der Überzahl. Sowohl der Fischereiverein Wardenburg als auch der Sportfischer-Verein Huntlosen wurden ausgezeichnet. Die Wardenburg hatten die Fischgewässer im Bereich der Lethe durch Laich- und Aufwuchshabitate verbessert. Die Huntloser Sportfischer führten Renaturierungsprojekte in den Bereichen „Rittrumer Mühlenbach“, „Huntloser Bach“ und „Altarm Westrittrum“ durch. Für beide Vereine gab es ein Preisgeld von je 500 Euro.
Ebenfalls für den Gewässerschutz setzt sich Ralf Siemer ein. Der Biologe des Fischereivereins Wildeshausen betreut seit Jahren eine Schul-AG mit Schüler der Wildeshauser Realschule, Hunteschule und Hauptschule. „Die Arbeit mit den Jugendlichen in der Natur macht unheimlich Spaß“, betonte Siemer. An der Flachsbäke und am Mühlbach wurden zahlreiche Kiesbänke eingebracht, die die Fischen als Laichorte dienen. „Wir erledigen das alles ohne Maschinen. Aber viele kleine Hände können viel bewirken“, sagte Siemer.
Ein wahres Biotop hat sich die Familie Krüger in ihrem Garten in Simmerhausen geschaffen Auf 8.000 Quadratmetern gibt es unter anderem sechs Teiche. „Und in allen Teichen sind Molche zu finden, und zahlreiche weitere selten Tierarten“, sagte Karl-Heinz Krüger. Gemeinsam mit Ehefrau Margrit und Tochter Jennifer Tietböl hat er das Refugium angelegt, auf dem auch 80 Nisthöhlen zu finden sind. Darüber hinaus hat die Familie auch noch 300 Obstbäume an öffentlichen Wegen in Simmerhausen und in Dötlingen Busch gepflanzt.
Der Wildeshauser Conrad Kramer hat eine ehemalige Brachfläche in den Marschwiesen in Wildeshausen mit Kleinteichen und Anpflanzungen von Buschhecken und Obstbäumen naturnah gestaltet. Auch die am Grundstück vorbeilaufende Moorbäke wurde in die Gestaltung einbezogen.
Für pädagogische Leistungen im Bereich der naturschutznahen Kinder- und Jugendarbeit wurde der Verein „Freunde des Zeltlagers beim Hasen Ahlers“ ausgezeichnet. Während des fünftägigen Zeltlagers, das alljährlich in den Sommerferien stattfindet, bauen die Kinder und Jugendlichen Nisthöhlen und Insektenhotels oder sammeln Müll im Wald. Als Naturmaterialien entstehen Bilderrahmen oder Kühlkisten.

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