Beschluss ist Makulatur

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Hoffnungen auf Übernahme der Hunteschule in Wildeshausen erhalten einen Dämpfer

Von Martin Siemer

Wildeshausen/Landkreis. Am Freitag erst hatte Bürgermeister Jens Kuraschinski über die weiteren Planungen bei der Beseitigung der Raumnot an den drei Wildeshauser Grundschulen berichtet. Jetzt könnte der Beschluss des Verwaltungsausschusses (VA) vom vergangenen Donnerstag schon wieder Makulatur sein. Denn der VA geht bei seinen Planungen davon aus, dass die Stadt Wildeshausen wieder die Hunteschule an der Heemstraße vom Landkreis übernimmt.
Danach sieht es im Moment nicht aus. Denn die Kreisverwaltung prüft aktuell Möglichkeiten, an den heutigen Standorten Lernen eventuell weitere Schwerpunkte anzugliedern, die nicht von Auflösung bedroht sind. So steht es zumindest in den Unterlagen für die Sitzung des Schul- und Kulturausschusses des Landkreises Oldenburg, der am kommenden Dienstag, 23. Mai um 14.30 Uhr im Gymnasium Wildeshausen tagt.

Die Hunteschule bleibt womöglich doch im Eigentum des Landkreises, der dort weitere Förderschwerpunkte angliedern möchte. Archivfoto: Martin Siemer

Die Hunteschule bleibt womöglich doch im Eigentum des Landkreises, der dort weitere Förderschwerpunkte angliedern möchte. Archivfoto: Martin Siemer

Das Land Niedersachsen hatte bei der letzten Novellierung des Niedersächsischen Schulgesetzes im August 2015 festgelegt, dass die Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Lernen“ ab dem Schuljahr 2017/18 keine neuen Schülerinnen/Schüler ab Klasse 5 aufnehmen dürfen. Im Landkreis Oldenburg sind hiervon die Hunteschule in Wildeshausen, die Schule am Habbrügger Weg in Ganderkesee und die Letheschule in Wardenburg-Oberlethe betroffen.
Diese Entscheidung des Landes weckte jüngst die Begehrlichkeiten Wildeshauser Kommunalpolitiker. Sie sehen in der Rückübertragung der Hunteschule die Lösung der akuten Raumprobleme an den Wildeshauser Grundschulen. Angedacht ist unter anderem der Umzug der St.-Peter-Schule in die Hunteschule.
Von den, im Arbeitskreis Schulen“ vorgestellten Lösungsvarianten wollte der VA nur
die Variante A – An- und Umbau an der Liegenschaft St.-Peter- / Holbeinschule sowie die Variante D – Ausbau der Hunteschule vertiefen. Für die die Variante E - Neubau einer Grundschule in Wildeshausen soll zunächst nur eine Kostenschätzung erstellt werden.
Sollte die Kreispolitik den Planungen der Kreisverwaltung folgen, müsste sich der Wildeshauser Rat doch intensiver mit dem Neubau einer Schule befassen.

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