Braunbier satt

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Himmelfahrtversammlung der Wildeshauser Schützengilde

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Es war ein nicht ganz ernstgemeinter Versuch, den Gildemitglied Ralf Siemer während der Himmelfahrtversammlung der Wildeshauser Schützengilde unternahm. Bei der Frage, ob auch in diesem Jahr wieder Braunbier im Rathaussaal ausgeschenkt wird, erinnerte Siemer an die wirtschaftliche Notlage und die notwendige Beitragserhöhung, die erst in diesem Jahr beschlossen wurde. „Wir sollten deshalb dieses Jahr kein Freibier ausschenken und erst nächstes Jahr wieder einsteigen;“ forderte er.
Sein humorvoller Antrag wurde von den anwesenden Gildemitgliedern einstimmig abgelehnt. Auch weil Hermann Petermann, langjähriges Gildemitglied, flammend für des Ausschank von Braunbier plädierte. „Wir haben doch Geld genug und bekommen demnächst auch noch eine Erhöhung“, argumentierte er, mit Erfolg.

Auch Tambourmajor Wolfgang Niester musste sich den kritischen Blicken von Schaffer Jörn Röhr und Hauptmann Hermann Johannes unterziehen (von rechts). Foto: msi
Auch Tambourmajor Wolfgang Niester musste sich den kritischen Blicken von Schaffer Jörn Röhr und Hauptmann Hermann Johannes unterziehen (von rechts). Foto: msi

Das Gildefest 2015 wird also in althergebrachter Weise gefeiert, auch mit dem Ausschank von Braunbier.
Oberst Ernst Frost, der neben König Jan Poppe und Schaffer Jörn Röhr, am großen Tisch platz genommen hatte. Ließ die Vorsitzenden der verschiedenen Gildeausschüsse über den Stand der Festvorbereitungen berichten.
Fähnrich Jörn Ahlers, der dem Musikausschuss vorsteht, hielt seinen Bericht auf plattdeutsch. Er kam damit Hermann Petermann entgegen, der im vergangene Jahr moniert hatte, die Berichte auf Hochdeutsch nicht zu verstehen.

Nach dem Ende der Himmelfahrtversammlung der Wildeshauser Schützengilde verkündete das Tambourkorps, dass auch in diesem Jahr das Gildefest gefeiert wird. Foto: msi
Nach dem Ende der Himmelfahrtversammlung der Wildeshauser Schützengilde verkündete das Tambourkorps, dass auch in diesem Jahr das Gildefest gefeiert wird. Foto: msi

Hauptmann Artur Gabriele berichtete für den Schießausschuss, dass die Vogelstange mit dem Papagoy wieder bestens präpariert ist. „Die Anlage ruht ein ganzes Jahr und wenn man sie einschaltet, läuft sie wieder.“ Auch ein Missverständnis räumte Gabriel aus dem Weg. „Der goldene Papagoy oben auf der Vogelstange hat nichts mit einem Goldfasan zu tun, wie unsere Offiziere ehrenhalber genannt werden.“ Vielmehr beziehe sich der Goldfasan auf einen Auszeichnung, die verdienten Förderern der Gilde verliehen wird.
Der Hauptmann der Wache, Hermann Johannes, inspizierte gemeinsam mit Schaffer Jörn Röhr das Tambourkorps der Gilde. Alle Tamboure erwiesen sich in tadellosem Zustand ,so dass Oberst Ernst Frost ihnen die Anweisung gab, die Wildeshauser Bevölkerung mit ihrem Trommelschlag auf das bevorstehende Gildefest hinzuweisen.

Diese junge Dame bewarb sich beim Offizierskorps der Wildeshauser Schützengilde als Rekrut. Trotz vieler optischer Vorzüge erfolglos. Foto: msi
Diese junge Dame bewarb sich beim Offizierskorps der Wildeshauser Schützengilde als Rekrut. Trotz vieler optischer Vorzüge erfolglos. Foto: msi

Die letzten planerischen Vorbereitungen werden während der Offiziersversammlung am kommenden Dienstag, 19. Mai um 17 Uhr im Rathaussaal getroffen.

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