Bürger müssen zahlen

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Ausbau der Holzhauser Straße sorgt für Unmut

Von Martin Siemer

Holzhausen. Die Holzhauser müssen an ihre Sparsäckel. Die Stadt Wildeshausen wird die Holzhauser Straße ausbauen. Und da es sich um eine Gemeindestraße handelt, werden die Anlieger zur Kasse gebeten, 70 Prozent der veranschlagten 1,7 Millionen Euro Bau- und Planungskosten haben sie zu tragen, immerhin 1,19 Millionen Euro. Und das, obwohl die Straße längst nicht nur von Ihnen genutzt wird. In den vergangenen Jahren war die Holzhauser Straße eine beliebte Abkürzung und Querverbindung zwischen der Visbeker Straße (Landesstraße L873) und der Bundesstraße B 213.
In drei Abschnitten soll die Sanierung erfolgen. Im kommenden Jahr soll mit dem ersten Abschnitt von der L873 Visbeker Straße bis zum Beginn des Dorfes begonnen werden. Der zweite Abschnitt innerhalb des Dorfes ist für 2017 vorgesehen, der Dritte Abschnitt bis zu B213 dann im Jahr 2018. Voraussichtlich wird die Straße künftig eine Breite von sechs Metern haben und damit auch größeren Lkw genug Platz bieten.
Eine Erhebung der Stadt Wildeshausen geht von 460 Fahrzeugen zwischen Holzhausen und L873 aus. Auf der anderen Seite, zur B213 sind 270 Kraftfahrzeuge gezählt worden.
Bei einem Ausbau der Strecke könnten sich diese Zahlen erhöhen. Das befürchtet auch Hergen Stolle, einer der Holzhauser Dorfbewohner. „Die Frage, ob diese Verkehrszahlen, die präsentiert wurden auch im ausgebautem Zustand noch zutreffen, bleibt abzuwarten“, schreibt er in einem Leserbrief.
Stolle kritisiert vor allem, dass die Politik wortbrüchig geworden sei. „Als vor ca. 35 Jahren die Dorfstraße in Holzhausen gebaut wurde, wurde den „Anliegern“ von Seiten der Stadtverwaltung und Politik zugesagt, dass nach Zahlung der damaligen Anliegerbeiträge als nächster Schritt diese Straße an den Landkreis Oldenburg abgegeben werde, da die Straße ja schließlich Autobahnzubringercharakter habe“, ruft er den Politiker die Versprechen in Erinnerung.
Stolle kritisiert zudem, dass auch die Acker- und Waldfläche der Anlieger für die Berechnung der Anliegerbeiträge herangezogen werden, obwohl kaum Flächen durch die Dorfstraße erschlossen werden. „Diese werden nämlich durch ein Realverbandswegenetz erschlossen, das zusätzlich von denselben Anliegern finanziert wird.“
Zur Vorgehensweise der Politik hat Stolle eine eigene Meinung: „Hinterlistig. Seriös geht anders.“

Den kompletten Leserbrief von Hergen Stolle lesen Sie hier >>

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