Camper machen sich Sorgen

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UWG Fraktion besuchte Campingplatz Aumühle

Wildeshausen (msi). Die Situation auf dem Campingplatz in Aumühle wird aktuell in der Wildeshauser Öffentlichkeit und im Rat der Stadt lebhaft diskutiert. Nur wenige von denen, die ihren Beitrag zu dieser Diskussion leisten, waren jedoch persönlich einmal auf dem Campingplatz.
Die Fraktion der UWG im Rat hat den Platz daher kurzfristig am vergangenen Wochenende besucht und mit zahlreichen Bewohnern wie auch der Platzleitung gesprochen. „Zunächst einmal muss ich sagen, dass es hier doch deutlich ordentlicher aussieht, als ich es nach den jüngsten Presseberichten erwartet hätte“, meinte der Ratsabgeordnete Thomas Johannes nach einem Rundgang über den Platz.
Auf dem rund 16,5 Hektar großen Areal laufen seit kurzen intensive Aufräumarbeiten. Erkennbar werden dem Baurecht widersprechende Anbauten entfernt und vom Brandschutz geforderte Maßnahmen durchgeführt.

Die UWG Fraktion im Wildeshauser Stadtrat machte sich jetzt  ein Bild von der Situation auf dem Campingplatz in Aumühle. Foto: Privat
Die UWG Fraktion im Wildeshauser Stadtrat machte sich jetzt ein Bild von der Situation auf dem Campingplatz in Aumühle. Foto: Privat

Überrascht waren die Kommunalpolitiker der UWG auch darüber, dass der Anteil ausländischer, insbesondere bulgarischer Bewohner auf dem Platz nicht auffallend hoch war. „Die Bewohner machen sich hier dennoch große Sorgen wegen der angekündigten baurechtlichen Maßnahmen des Landkreises“, stellte Sven Debicki fest, der ebenfalls für die UWG im Stadtrat sitzt. Die Stadt sei deshalb aufgerufen, etwas zu unternehmen.
In ihren Gesprächen wollten die Ratsabgeordneten den Bewohnern jedoch keine konkreten Maßnahmen in Aussicht stellen. Allerdings sagten sie ihre allgemeine Unterstützung zu. „Entscheidend ist, dass jetzt baurechtskonforme Zustände hergestellt werden und für den Platz ein Weg gefunden wird, mit dem die Bewohner und die Stadt dauerhaft gut leben können“, sagte der UWG Fraktionsvorsitzende Rainer Kolloge. „Wir könnten uns dabei vorstellen, dass anstatt der ungenehmigten Bauten verstärkt legale Mobilheime aufgestellt werden, die sich – möglicherweise mit Unterstützung der Stadt – auch gebraucht beschaffen lassen. Auf jeden Fall müssen die Bewohner wissen, wo sie zukünftig unterkommen.“
Der Campingplatz sei zudem für die touristische Entwicklung Wildeshausens dringend notwendig. „Wir sollten deshalb alle zusammenarbeiten, damit das hier wieder ein Aushängeschild für die Stadt wird. Da gibt es aber schon noch einiges zu tun“.

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