Dampfendes Dankeschön für gute Nachbarschaft

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Aktionstag: Bewohner der Diakonie Himmelsthür bringen Kaffee zu Anwohnern und Geschäften in Wildeshausen

Wildeshausen (pm) . „Dürfen wir Ihnen einen Kaffee anbieten? Möchten Sie einen selbst gebackenen Keks?“ Mit einer Charme-Offensive sind Bewohnerinnen, Bewohner und Mitarbeiterinnen der Diakonie Himmelsthür am Donnerstag-Vormittag auf ihre Nachbarn am Marktplatz zugegangen, um sich für das gute Miteinander in der Stadt zu bedanken. Aus einem mitgeführten Bollerwagen schenkten sie an dem kühlen verregneten Maitag dampfenden Kaffee aus großen Kannen aus.

Auch in der Buchhandlung bökers am Markt war man über die plötzliche Kaffeepause erfreut. Foto: Wündisch-Konz
Auch in der Buchhandlung bökers am Markt war man über die plötzliche Kaffeepause erfreut. Foto: Wündisch-Konz

Die Gruppe von zwölf Menschen besuchte unter anderem die Buchhandlung „bökers am Markt“, die Markt Apotheke, die Tourist Information, das Stadthaus, die Volksbank, die Bäckerei Schnittker und Schnittker am Markt. Überall wurden sie freundlich empfangen. Man kennt sich, die Bewohner der Diakonie Himmelsthür sind überall auch Kunden und halten gerne einen Schnack. Viele freuten sich über den Austausch und sagten, dass das Miteinander selbstverständlich sei. Außer dem Kaffee gab es Informationsmaterial von Aktion Mensch und kleine Geschenke, wie Taschen und ein Blumentöpfchen. Auf der Tasche der Diakonie Himmelsthür steht: „In diese Tasche passt kein Mensch. Wieso sollte dann jemand in eine Schublade passen? Gegen Schubladendenken. Für Inklusion.“

Der Wirt der Brasserie, Stefan Thuns, hängte sich gleich die Tasche um den Hals. Foto: Wündisch-Konz
Der Wirt der Brasserie, Stefan Thuns, hängte sich gleich die Tasche um den Hals. Foto: Wündisch-Konz

Hintergrund der Aktion war der europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.Unter dem Motto „Wir gestalten unsere Stadt“ hatte Aktion Mensch zu nachbarschaftlichen Aktionen in Städten und Gemeinden aufgerufen.
In diesem Jahr verzichteten die Bewohnervertretungen der Diakonie Himmelsthür und anderer Einrichtungen der Behindertenhilfe im Landkreis Oldenburg auf ihren traditionellen Infostand beim Wochenmarkt. Stattdessen nehmen sie an der Demonstration im Rahmen der „Woche der Inklusion“ am Freitag, 5. Mai, ab 15 Uhr in Oldenburg teil. Die Demo-TeilnehmerInnen fordern unter anderem mehr Beteiligung von Menschen mit Assistenzbedarf, Barrierefreiheit und mehr sozialen Wohnraum. Eine Delegation der Diakonie Himmelsthür wird morgen nach Oldenburg fahren.
Die Diakonie Himmelsthür hat am Markt ein Haus für vier Menschen angemietet, die ambulante Wohnbetreuung bekommen und recht selbstständig zurechtkommen. In der Kleinen Straße befindet sich seit 2010 ein Wohnhaus für 18 Menschen mit Unterstützungsbedarf. In der Heiligenstraße gibt es die Begegnungs- und Servicestelle „miteinander“.

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