Der Club der 64er

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Jahreshauptversammlung des Hegerings Wildeshausen

Düngstrup. Mit vielen Ehrungen begann die Jahreshauptversammlung des Hegerings Wildeshausen im Gasthaus Schönherr. Gleich sechsmal konnte Hegeringsleiter Willi Möser die Ehrennadel für 50-Jährige Mitgliedschaft überreichen. „Das ist der 64-Club“, scherzte Möser. Nicht ohne Grund. Denn Wilfried Kleine, Conrad Kramer, Dietrich Müller, Edu Segelken, Kurt Stöver und Hans-Günter Voss traten nach erfolgreicher Jagdprüfung im Jahr 1964 dem Hegering bei. Ebenfalls 50 Jahre dabei sind Arno Großmann und Günther Müller. Beide waren jedoch verhindert und erhalten die Auszeichnung zu einem späteren Zeitpunkt. Für 40 Jahre wurde Karl-August Kolhoff geehrt. Gerfried Nordloh ist ebenfalls 40 Jahre dabei. Auch er erhält die Auszeichnung später. Das Hundeführerverdienstabzeichen gab es für Heinz Hempelmann.

Willi Möser ging in seinem Jahresbericht auf die zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten des Hegerings ein. Wie in den Jahren zuvor engagierten sich die Jäger intensiv für den Natur- und Umweltschutz. So wurden im vergangenen Jahr etwa 13 Hektar mehrjährige Blühstreifen angelegt. „Unser Dank gilt den Landwirten und Grundeigentümern, die die Flächen zur Verfügung gestellt haben“, sagte Möser. Der Hegeringsleiter wünschte sich einen Ausbau dieses Vorhabens, um dem Niederwild bessere Chancen zu geben.

Für den Naturschutz wollen sich die Jäger auch mit dem neugegründeten Biotop-Fond einsetzen. Josef Kuhlmann stellte den Fon vor. Die Kreisjägerschaft denkt daran, dass jedes Revier im Bereich ein „Startkapital“ von 50 Euro in den Fon einzahlt.

Ärgerlich für die Jäger ist die Ablehnung der Senkung der Jagdsteuer um zehn Prozent durch den Landkreis Oldenburg. Und auch andere Entwicklungen auf Landes- und Bundesebene sorgen die Waidmänner. So soll die Jagdzeitverordnung novelliert werden. In Thüringen wird die Jagd mit Berufsjägern professionalisiert. „Uns wird das offenbar nicht mehr zugetraut“, sagte Möser. Die Jagd in Schutzgebieten könnte verboten werden. Der Nabu/BUND will seine Flächen aus dem bejagbaren Bereich herausgenommen haben. Diese und viele weitere Themen wurden angeregt diskutiert. Kreisjägermeister Erich Kreye trug mit eigenen Anmerkungen dazu bei.

Sorge bereite den Jägern im Hegering Wildeshausen auch der Streckenbericht. Beim Schwarzwild ist in Schleswig-Holstein die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen worden. Der Hegering ist mit seinem Vorstoß für eine sogenannte „Konfiskattonne“ beim Landkreis Oldenburg gescheitert. In dieser Tonne werden Wildabfälle gesammelt und der ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt. Der Landkreis will jedoch erst finanzielle Mittel bewilligen, wenn die Schweinepest ausgebrochen ist.

Sorgenkind der Jäger sind die Fasane. In allen Revieren sind hier starke Einbrüche zu verzeichnen. Wurden 2007 noch 1230 Fasanenhähne erlegt, waren es im Jagdjahr 2013/2014 nur 255 Kreaturen. Zwar wird vonseiten der Landesjägerschaft Niedersachsen geforscht und Ursachen untersucht. Konkrete Ergebnisse seien jedoch Fehlanzeige, betonte Möser.

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