Der letzte Techno in der Fun

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Wildeshauser Kultdiskothek gibt an diesem Wochenende noch einmal Gas

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Noch einmal richtig abfeiern, das ist das Motto des Wochenendes in der Großdiskothek Fun Factory. Nach 20 Jahren sind es definitiv die beiden letzten Partytage. Dann ist endgültig Schluss in der Spaßfabrik. 20 Jahre, in denen die Diskothek viele Höhepunkt, aber auch manchen Tiefpunkt erlebt hat. Als die Factory im Oktober 1995 ihre Türen öffnete, setzte sie für lange Zeit Maßstäbe in der Diskothekenbranche. Davon ist wenig übrig geblieben. Das kommende Wochenende ist die letzte Chance, die alten Zeiten noch einmal aufleben zu lassen.

Auch Marianne Rosenberg gab in der Fun Factory ein Konzert. Archivfoto: Martin Siemer
Auch Marianne Rosenberg gab in der Fun Factory ein Konzert. Archivfoto: Martin Siemer

Legendär waren die Mallorca- und Beachpartys, bei denen tonnenweise Sand in die Fun Factory gekarrt wurde. Die Größen der House- und Technoszene gaben sich die Klinke in die Hand. Charly Lownoise & Mental Theo, Kaba Croll, Woody van Eyden waren regelmäßige Gäste. Förmlich gesprengt wurde die Fun bei den Auftritten der No Angles oder bei Oli P. Ein Erlebnis auch die Schlagerpartys, bei denen Fans zwischen 18 und 70 in der Diskothek abfeierten. Michael Holm, Rex Gildo, Marianne Rosenberg oder Bata Illic standen live auf der Bühne.
Doch es gab auch weniger schöne Momente. Ein Brandanschlag legte das komplette DJ-Pult in Schutt und Asche. Doch innerhalb einer Woche machte die Fun wieder auf, die Party ging weiter.
Am Ende hatten sich die zahlreichen Billig-Partys überlebt. Von den einstigen Besucherzahlen mit teilweise 3000 Gästen pro Nacht bleib wenig übrig.
Mit einem letzten Partywochenende gehen jetzt endgültig die Lichter aus in Norddeutschlands einstiger Vorzeigediskothek.

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