Der Minister soll es richten

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Bürokratie und Regulierung belastet Volksbanken über Gebühr

Wildeshausen. Auf seiner Sommertour machte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies am Mittwochnachmittag Station in Wildeshausen. Auf Einladung der Volksbank Wildeshauser Geest traf er sich mit Vertretern der regionalen Bank und des Genossenschaftsverbandes. Dabei nahm Lies zur Kenntnis, das besonders die regionalen Banken unter den Regulierungsvorgaben der Gesetzesmaschinerie leiden.

Exemplarisch überreichte Jürgen Poppe, Vorstand der Volksbank Wildeshauser Geest, einen dicken Stapel Papier. Es handelte sich dabei um eine Ausarbeitung zur „Geldtransferverordnung“, an der Mitarbeiter der Bank eine ganz Woche gearbeitet hatten, um die Anforderung der Bankenaufsicht zu erfüllen. Dabei ist die Volksbank in diesem Geschäftsbereich überhaupt nicht tätig.

Olaf Lies unterstrich, dass er die Regionalbanken für wichtig halte, weil sie die direkten Ansprechpartner der mittelständischen Betriebe und Gewerbetreibenden seien und diesen mit Krediten die Entwicklung ermögliche. Als Wirtschaftsminister habe es deshalb an großes Interesse an einer funktionierenden regionalen Bankenlandschaft. In der Finanzmarktkrise habe sich gezeigt, das gerade die regionalen Banken zu Stabilität beigetragen hätten. Die dann von der Politik initiierten Regularien und Auflagen könnten nicht ohne weiteres von den betroffenen Großbanken auf die Regionalbanken, zu denen auch die Genossenschaftsbanken gehören, übertragen werden. „Es gibt keine Schablone, die man über alle Banken legen kann“, unterstrich Lies.

Johannes Freundlieb und Harald Lesch vom Genossenschaftsverband Weser-Ems, überreichten Lies ein Schreiben, in dem die verschiedenen Themenpunkte, die die Genossenschaften belasten, aufgeführt waren. Lies sagte seine Unterstützung zu.

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