Der Rathausgiebel muss sein

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Ein neues Dach für die Marke Wildeshausen

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Große Einmütigkeit herrschte am Donnerstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung, Fremdenverkehr, Sport und Kultur beim Tagesordnungspunkt „Wildeshauser Dachmarke“. Einstimmig wurden dem vom Forum Stadtmarketing und der Oldenburger Werbeagentur Kern entwickelten Kommunikationskonzept zugestimmt. Die Kreisstadt will damit ihre Außendarstellung professionalisieren. Daniela Baron, Stadtmarketingbeauftragte in Wildeshausen sowie Frauke Neumann und Thilo Jantz von Kern stellten die neue Dachmarke im Ausschuss vor und ernteten fast ausnahmslos Zustimmung.

Das neue Wildeshausen Logo bildet den Eckpfeiler der Dachmarke Wildeshausen. Grafik: Kern
Das neue Wildeshausen Logo bildet den Eckpfeiler der Dachmarke Wildeshausen. Grafik: Kern

Jantz erläuterte, wie das Logo als sichtbares Zeichen der Dachmarke entstand. Vier verschiedene Motive hatte seine Agentur erarbeitet. Und auch beim letztlich favorisierten Entwurf, dem in Silben geteilten und stufig angeordneten Wort „Wildeshausen“ gab es noch Anpassungswünsche. „Der Rathausgiebel sollte sich als wiedererkennendes Merkmal im Logo wiederfinden“, sagte Jantz. Der Schriftzug wurde deshalb um den charakteristischen, stark abstrahierten Stufengiebel ergänzt.

Das neue Logo ersetzt künftig die vielen verschiedenen bislang genutzten Grafiken, die zum Teil noch aus den 1970er Jahren stammen. Die neue Dachmarke soll Wildeshausen als eindeutige Marke etablieren und die Stadt an der Hunte prägnant darstellen. Die 20 Mitglieder des Forum Stadtmarketing erarbeiteten die Besonderheiten Wildeshausens, die Werte, Stimmungen und Gefühle, die mit der Stadt assoziiert werden. Die kreative Entwicklung wurde in drei Workshops abgestimmt. Das Logo bildet dabei den Eckpfeiler des Konzepts. „Gepaart mit aussagekräftigen Bildern entstehen je nach Adressat eines Mediums mal freche und mal seriöse Darstellungen“, erläuterte Jantz.

Das neue Logo fügt sich in jede Farbwelt und jedes Design ein. Grafiken: Kern
Das neue Logo fügt sich in jede Farbwelt und jedes Design ein. Grafiken: Kern

Neben der Stadt werden künftig auch stadtnahe Unternehmen und Organisationen wie zum Beispiel der Verkehrsverein das neue Logo nutzen. Aber auch Firmen und Verein können unter das neue Dach schlüpfen, ohne ihre eigene Identität aufzugeben. „Das einfache und flexible Konzept lässt die Kombination von Wildeshausen mit bestehenden Erscheinungsbildern zu. Das neue Logo fügt sich in jede Farbwelt und jedes Design ein. Damit wird eine Zusammengehörigkeit aller Leistungsträger der Stadt erzielt“, erklärte Thilo Jantz.

Auch wenn der Ausschuss einstimmig für das neue Dachmarkenkonzept stimmte, gab es doch einige kritische Anmerkungen. Rainer Kolloge (UWG) fehlte noch die „völlige Begeisterung, das Logo auf offiziellen Schreiben zu sehen“. Hier sollte nach seiner Ansicht besser das Stadtwappen abgedruckt werden. „Wenn wir das machen, dann überall und auf allen Schreiben“, befand dagegen Lars Kosten (FDP). Christoph Wach (Grüne) fand dagegen, dass Wildeshausen derzeit andere Probleme habe als eine neue Dachmarke. „Es komm mir vor, als wenn andere Dinge nebensächlich sind.“

Die Fachleute der Oldenburger Werbeagentur Kern werden jetzt unter anderem den Internetauftritt überarbeiten, erste Drucksachen entwickeln und auch ein Gestaltungshandbuch mit klaren Regeln für die Verwendung des neuen Designs erarbeiten.

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Kommentare

Kommentar von Olaf Feseck |

Sieht das neue Logo für Wildeshausen für Außenstehende nicht aus wie eine Abwärts-Treppe?
Was assoziiert der Betrachter damit? Und was soll er assoziieren?

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