DFB-Präsident auf dem roten Sofa

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Reinhard Grindel besuchte Wildeshausen und Ahlhorn

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Am Montag hatte Reinhard Grindel noch eine Audienz bei Papst Franziskus in Rom. Am Donnerstag machte der DFB-Präsident eine Stippvisite in den Landkreis Oldenburg. Bei Ahlhorner SV informierte er sich über Vereinsarbeit und Integration. In Wildeshausen stellte Günter Lübke, zweiter Vorsitzende des VFL Wittekind, in der Gildestube seinen Verein vor. Wildeshausen Bürgermeister Jens Kuraschinski nutzte die Gelegenheit und überreichte Grindel eine Bewerbung für ein Länderspiel der DFB-Jugendnationalmannschaft, die im Sommer in Wildeshausen trainiert hatte.

Talk auf dem „Roten Sofa“: Astrid Grotelüschen (links) im Gespräch mit Reinhard Grindel. Foto: Martin Siemer
Talk auf dem „Roten Sofa“: Astrid Grotelüschen (links) im Gespräch mit Reinhard Grindel. Foto: Martin Siemer

Der DFB-Chef ließ sich von Otmar Jöckel, Abteilungsleiter Fußball beim VFL, ausführlich über die Arbeit vor Ort, vor allem auch mit den Jugendlichen, informieren. „Wir haben in diesem Jahr 80 Kinder und Jugendliche mehr“, erzählte Jöckel. Mit 2050 Mitgliedern ist der VFL der größte Sportverein in Wildeshausen. Von Interesse war für Grindel auch, wie die Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort klappt. Der VFL hat drei junge Männer, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Verein absolvieren. Alle drei leiten mehrere Fußball-AGs und schaffen so die Verknüpfung zwischen Schule und Verein.

Otmar Jöckel (links) informierte Reinhard Grindel über die Arbeit im VFL Wittekind Wildeshausen. Foto: Martin Siemer
Otmar Jöckel (links) informierte Reinhard Grindel über die Arbeit im VFL Wittekind Wildeshausen. Foto: Martin Siemer

Grindel wusste auch um die immer weiter um sich greifende Dienstleistungsmentalität bei manchen Eltern. „Die bringen Kind zum Training, holen es zwei Stunden später wieder ab. In dieser Zeit soll der Filius dem Bundesligaprofi ein gehöriges Stück näher gekommen sein. Die Erziehungsdefizite im Elternhaus sollen ausgeglichen sein. Und es muss auch noch der Gesundheitsprävention genüge getan sein, damit dem McDonalds Besuch am Wochenende nichts im Wege steht“, berichtete Grindel wohl aus eigener Erfahrung.

Wildeshausen Bürgermeister Jens Kuraschinski überreichte Reinhard Grindel (links) die Bewerbung für ein Länderspiel der Jugend-Nationalmannschaft. Astrid Grotelüschen hatte den Besuch Grindels organisiert. Foto: Martin Siemer
Wildeshausen Bürgermeister Jens Kuraschinski (rechts) überreichte Reinhard Grindel (links) die Bewerbung für ein Länderspiel der Jugend-Nationalmannschaft. Astrid Grotelüschen (Mitte) hatte den Besuch Grindels organisiert. Foto: Martin Siemer

Der DFB-Präsident war auf Einladung der CDU-Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen in den Landkreis gekommen. Grotelüschen selbst hatte einen Fußball der Bundestagsmannschaft mit den Unterschriften mehrere Abgeordneten und Kanzlerin Angela Merkel mit gebracht. Der Ball wandere über Günter Lübke in die Hände von Jens Kuraschinski, der zugleich Vorsitzender des Orgelfördervereins Wildeshausen ist. Der Ball soll jetzt zugunsten des Neubaus der Orgel in der Alexanderkirche versteigert werden.
Im Anschluss an die Gesprächsrunde gab es eine Talkrunde auf dem „Roten Sofa“ im Reitersaal. Allerdings nutzen nur wenige Wildeshauser Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, mit Reinhard Grindel ins Gespräch zu kommen, die meisten der knapp 40 Zuhörer waren Pressevertreter oder Funktionäre aus den Sportvereinen im Landkreis.

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