Die Geschichte von Lena

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Theaterstück für Grundschüler zum Thema Mobbing

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Lena ist weg. Als die Mutter sie am Morgen wecken will, ist das Bett leer. Die zehnjährige Lena war verschwunden. Sie hielt das Mobbing in der Schule nicht mehr aus. Und ihre Eltern hatten nichts bemerkt. „Die Geschichte von Lena“, so lautete der Titel eines Theaterstücks, dass die Drittklässler der Wildeshauser Wallschule am Dienstagvormittag in der Turnhalle zu sehen bekamen.

Die Akteure des Schauspielkollektivs führte die Geschichte von Lena in der Wildeshauser Wallschule auf. Foto: msi
Die Akteure des Schauspielkollektivs führte die Geschichte von Lena in der Wildeshauser Wallschule auf. Foto: msi

Das „Schauspielkollektiv“ aus Lüneburg führte das Stück auf Einladung des Arbeitskreises „Demokratie und Toleranz“ im Präventionsrat der Stadt Wildeshausen auf.
Eigentlich ist bei Lena alles in Ordnung. Sie hat einen doppelt so alten Bruder, ein behütetes Elternhaus und eine beste Freundin, Maria. Die sitzt in der Schule neben ihr und war schon zwei Jahre hintereinander mit Lena und ihren Eltern im Sommer im Ferienhaus dabei. Drei Wochen Nichtstun, Fischen, Spaß haben. Es ist ein sehr kleines Haus und weil in diesem Jahr Lenas großer Bruder Klaus mitfährt, ist kein Platz mehr für Maria. Maria ist sauer, ziemlich sauer.

Gespannt verfolgten die Schülerinnen und Schüler das Theaterstück und erlebten, wie Lena unter dem Spott litt. Foto: msi
Gespannt verfolgten die Schülerinnen und Schüler das Theaterstück und erlebten, wie Lena unter dem Spott litt. Foto: msi

Lena schreibt Maria lange Briefe aus dem Urlaub. Berichtet von ihren Abenteuern. Angeln mit Klaus, dem Plumpsklo, wie sie in einen Kuhfladen getreten ist und wie eklig das war. Als die Ferien zu Ende sind, freut Lena sich riesig, ihre Freundin Maria und ihre Mitschüler wieder zu sehen. Doch in der Schule ist nichts mehr wie zuvor. Maria steht auf dem Schulhof und liest den andern Kindern laut aus Lenas Urlaubsbriefen vor. Alle lachen und eins ist nach der Geschichte mit dem Kuhfladen klar: Lena stinkt! Lena glaubt zuerst, der Spott geht schnell vorbei. Aber ihr Platz neben Maria ist auf einmal besetzt, keiner will mehr mit ihr spielen, hinter ihrem Rücken wird getuschelt. Dass ausgerechnet sie zum Außenseiter werden könnte und die Rolle  mit der zuvor von allen - einschließlich ihr - verspotteten Patricia tauschen muss, hätte sie nie für möglich gehalten. Ebenso wenig wie das Verhalten von Maria, die Lena dem Spott der ganzen Klasse ausliefert. Als schließlich sogar zu ihrem Geburtstag keiner kommen will, hält Lena es nicht mehr aus und verschwindet. Gespannt verfolgten die Schülerinnen und Schüler das Theaterstück und erlebten, wie Lena unter dem Spott litt.

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