Die Rätsel der Pagenmarsch

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Sanierung wirft immer neue Fragen auf

 

Wildeshausen. Sie scheint eine unendliche Geschichte zu werden, die Sanierung der Pagenmarsch. Dort, wo einst das neue Wildeshauser Feuerwehrhaus gebaut werden soll, türmen sich derzeit noch Schuttberge und gähnt ein riesen Finanzloch. Geplant mit 1,3 Millionen Euro Sanierungskosten, den Auftrag vergeben für knapp 900.000 Euro belaufen sich die Kosten mittlerweile auf 2,85 Millionen Euro. Ob dass das Ende des Kostenbedarfs ist, ist derzeit offen.

Neben der Erklärung, wie die Kostensteigerung um mehr als 300 Prozent entstanden ist, dürfte die Politik und auch die Öffentlichkeit einige weitere Antworten interessieren. Antworten darauf, weshalb der gültige Bebauungsplan 19.2 für den Bereich der Pagenmarsch nicht beachtet wurde.

So ist für den Bereich des geplanten Feuerwehrhauses eine Geländehöhe von 20,5 Metern über Normalnull (NN) vorgesehen. Nach Ausführungen des Ingenieurbüros und auch von Martina Möhlenbrock aus dem Fachbereich Bau der Verwaltung, beträgt die Geländehöhe derzeit 19,5 Meter. Und auch dies nur, weil die Stadt auf diese Höhe gedrängt hatte. Nach den Planungen wäre die NN-Höhe noch geringer gewesen. Und das vor dem Hintergrund, dass das Gelände unmittelbar an den Überschwemmungsbereich der Hunte angrenzt.

Eine weitere Frage, die zu klären sein wird, ist die Tragfähigkeit des noch vorhandenen Bauschutts. Nach Auskunft von Möhlenbrock kann dieser nicht als tragende Schicht auf dem Baugelände eingebaut werden. Ein entsprechendes Gutachten über die Tauglichkeit des Materials und des Baugrundes liegt offenbar nicht vor.

Am morgigen Donnerstag, 27. März, wird sich der Rat der Stadt Wildeshausen erneut mit der Sanierung der Pagenmarsch befassen. Auf die Diskussionsbeiträge darf man gespannt sein.

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