Die vier Musketiere

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Erste Podiumsdiskussion der Wildeshauser Bürgermeisterkandidaten

Wildeshausen. Noch drei Wochen bis zur Bürgermeisterwahl in Wildeshausen. Aus vier Kandidatinnen und Kandidaten können die Wildeshauser Wählerinnen und Wähler den Nachfolger von Amtsinhaber Dr. Kian Shahidi küren. Am Sonntagvormittag gab es das erste Aufeinandertreffen von Sabine de Buhr-Deichsel (51), Jens-Peter Hennken (47), Andreas Tangemann(54) und Jens Kuraschinski (41). Die Kolpingfamilie Wildeshausen nutze ihren traditionellen Frühschoppen für ein Podiumsgespräch mit den vier Kandidaten.

Journalist Dierk Rohdenburg moderierte die sachlich und fair geführte Diskussionsrunde, die von Gerald Rievers, Vorsitzender der Kolpingfamilie, eröffnet wurde.

Zunächst bekam jeder der vier Bewerber Gelegenheit, sich in einem kurzen Statement vorzustellen. Dabei gab es für diejenigen unter den 120 Zuhörern, die das politische Geschehen intensiv verfolgen, nichts wesentlich neues. Unter den Gästen auch Dr. Kian Shahidi.

Interessant wurde es, als die ersten Fragen aus dem Publikum gestellt wurden. Altbürgermeister Manfred Rollié wollte wissen, ob der unter dem derzeitigen Bürgermeister Dr. Kian Shahidi eingeführte Bürgerhaushalt auch unter dem neuen Bürgermeister fortgeführt würde.

Jens-Peter Hennken hält eine Bürgerbeteiligung grundsätzlich für gut und wünschenswert. Ob der Bürgerhaushalt dafür das richtige Mittel ist, daran hegte er Zweifel.

Auch Andreas Tangemann wollte die Zukunft Wildeshausens gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten. Die Haushaltshoheit müsse aber beim Rat der Stadt bleiben.

Sabine de Buhr-Deichsel sah durch den Bürgerhaushalt eine Erwartungshaltung bei den Bürgern geweckt, die teilweise nicht erfüllt werden könne. Eine Bürgerbeteiligung könne auch auf andere Weise erfolgen.

Jens Kuraschinski hielt den Bürgerhaushalt per se für eine gute Einrichtung. Allerdings sei Wildeshausen dafür wohl zu klein, Das zeige die rückgängige Resonanz der vergangenen Jahre.

In puncto Wirtschaftsförderung sah Kuraschinski die Kreiszeit derzeit in einer etwas zurückhaltenden Position. Er plädiert dafür, eher interkommunale Gewerbegebiet mit Dötlingen oder der Gemeinde Prinzhöfte, Samtgemeinde Harpstedt zu entwickeln.

Für Tangemann war es ebenfalls außer Frage, das Wildeshausen neue Industrie- und Gewerbegebiete benötige. Auch er denkt an interkommunale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet.

Jens-Peter Hennken erteilte einem Industriegebiet an der Autobahnanschlussstelle Wildeshausen-West eine Absage. Er favorisiert dagegen ebenfalls ein Interkommunales Gewerbegebiet im Osten von Wildeshausen, in Zusammenarbeit mit Dötlingen oder Prinzhöfte. Für ihn ist Wirtschaftsförderung Chefsache.

Sabine de Buhr-Deichsel hat aus ihrer Verwaltungstätigkeit ebenfalls gut Erfahrungen mit interkommunaler Zusammenarbeit. Dabei könnten vielfältige Synergien genutzt werden. Für sie ist eine Servicestelle „Wirtschaft“ im Stadthaus wichtig, ein „Kümmerer“, der dafür sorgt, das Unternehmen, die in Wildeshausen ansiedeln wollen oder die hier bereits ihren Sitz haben, im Stadthaus nicht von einem Fachbereich zum nächsten verwiesen werden.

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