DLRG schwimmt oben auf

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Neues Hallenbad in Wildeshausen spült Mitglieder in den Verein

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Lange Zeit herrschte bei der DLRG Wildeshausen im wahrsten Sinne des Wortes Ebbe. Mit dem Abriss des maroden Wildeshauser Hallenbades war den ehrenamtlichen Rettungsschwimmern quasi die Grundlage ihrer Arbeit entzogen. Zum Training mussten die Schwimmerinnen und Schwimmer in weit entfernte andere Bäder ausweichen. Nicht alle Mitglieder nahmen diese Belastung auf sich und traten aus.
Doch mit der Eröffnung des neuen Hallenbades in Wildeshausen hat sich auch die Situation für die DLRG Wildeshausen grundlegend zum positiven gewandelt. 272 Mitglieder zählte die Ortsgruppierung am 31.Dezember 2014. Im Jahr zuvor waren es nur noch 192.
Die gute Mitgliederentwicklung war nicht die einzige gute Nachricht, die der Vorstand um den Vorsitzenden Carsten Petermann während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Vereinsheim an der Harpstedter Straße vermelden konnte. Auch die Finanzen haben sich erholt,vor allem auch durch die Beiträge der neuen Mitglieder. Gleichwohl stimmten die 30 anwesenden Mitglieder für eine moderate Beitragserhöhung, die der Vorstand beantragt hatte.

Zahlreiche Ehrungen gab es während der Jahreshauptversammlung der DLRG Wildeshausen. Foto: msi
Zahlreiche Ehrungen gab es während der Jahreshauptversammlung der DLRG Wildeshausen. Foto: msi

Viel Zeit investierte die DLRG im vergangenen Jahr in die Erste-Hilfe-Ausbildung. 23 Kurse und Lehrgänge boten die beiden DLRG-Ausbilder Dirk Haase und Marco Hake an. Und die Nachfrage nach Erste-Hilfe- und Sanitätsausbildung steigt weiter. Deshalb absolvieren jetzt zwei weitere Mitglieder ihre Lehrausbildung.
Gute Dinge ist die DRLG Wildeshausen auch beim möglichen Neubau einer Rettungsunterkunft. Diese könnte neben dem geplanten Feuerwehrhaus in der Pagenmarsch entstehen. „Es gab viele gute Gespräche mit Politikern fast aller politischen Parteien“, berichtete Carsten Petermann. „Früher hat man uns als Badehosenverein bezeichnet. Aus diesen Schuhen sind wir lange raus“, betonte Petermann.
Die Politiker haben offenbar inzwischen eingesehen, das unbedingt Handlungsbedarf besteht. Denn die Hallen an der Glaner Straße, in denen die Fahrzeuge und Rettungsboote untergebracht sind, sind abgängig.
Björn Barkemeyer, Technischer Leiter Einsatz der DLRG, stellte einen ersten Entwurf für ein mögliches DLRG Gebäude vor. Dabei hatte er sich auf das unbedingt notwendige beschränkt. Dennoch stellt der Neubau eine Herausforderung für die DLRG dar, die sie alleine nicht bewerkstelligen kann. Es werden also noch viele Gespräche hinsichtlich der Finanzierung und der Umsetzung notwendig sein.
Allerdings ist die DLRG inzwischen eine nicht wegzudenkende Komponente im Katastrophenschutz. Zudem sichern die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer in jedem Sommer die Badegäste im Wildeshauser Freibad oder am Badesee in Holtorf. 1200 Einsatzstunden kamen dabei im vergangenen Jahr zusammen.
Im Verlauf der Versammlung zeichnete Carsten Petermann gleich mehrere Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit aus.
Jörg Dohrmann, Werner Mietzon, Horst Gabriel, Elke Kemper, Wolfgang Meyer und Thomas Müller sind seit 40 Jahren als Rettungsschwimmer aktiv. Andreas Grüter, Carola Petermann und Cord Wachtendorf erhielten für ihr besonderes Engagement das Verdienstabzeichen der DLRG in Bronze.
Für das Trainerteam spendierte der Vorstand neue T-Shirts.

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