Ehrenamtliche Helfer am Limit

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Jahreshauptversammlung des DRK Wildeshausen-Dötlingen

Von Martin Siemer

Wildeshausen. „Mein erstes Jahr als Vorsitzender war wirklich heftig. Wir haben einiges zu wuppen gehabt.“ Deutliche Worte von Thomas Harms, Vorsitzender des DRK Ortsvereins Wildeshausen-Dötlingen während der jüngsten Jahreshauptversammlung im DRK-Mehrgenerationenhaus. Zwar blieben die Rotkreuzler von schweren Einsätzen verschont. Dafür sorgte die Flüchtlingssituation für viel Arbeit, vor allem in der DRK-Kleiderkammer, die die Ehrenamtlichen bis an ihr Limit führte.

Klaus Kähler (links) und Thomas Harms (rechts) ehrten Ingrid Warrelmann, Kai Riethmüller und Gerd-Jürgen Jacobs. (von links). Foto: Martin Siemer
Klaus Kähler (links) und Thomas Harms (rechts) ehrten Ingrid Warrelmann, Kai Riethmüller und Gerd-Jürgen Jacobs. (von links). Foto: Martin Siemer

„Als im Oktober vermehrt Menschen aus Krisengebieten in Wildeshausen eintrafen, kamen wir mit der Kleiderkammer in die Grenzen der Kapazität“, sagte Harms. Verzeichnete die Kleiderkammer zuvor etwa 200 Kunden an jedem Öffnungstag, stieg diese Zahl nach Ankunft der Flüchtlinge auf über 500 an. „Wir waren mehr denn je gefordert“, bestätigte Margret Hentemann, Leiterin der Kleiderkammer. Inzwischen haben sich die Abläufe aber eingespielt. Unterstützt werden die Helferinnen in der Kleiderkammer inzwischen von fünf geflüchteten Menschen.
Auch die Ende 2015 vom DRK und der Initiative “Willkommen in Wildeshausen“ eingerichtete Möbelkammer läuft mittlerweile reibungslos und wird rege in Anspruch genommen.

Für seine langjährige Arbeit im Vorstand des DRK-Ortsvereins erhielt Hermann Breitfeld (Mitte) die Rot-Kreuz-Ehrennadel in Silber aus den Händen von Thomas Harms (links) und Günter Warrelmann. Foto: Martin Siemer
Für seine langjährige Arbeit im Vorstand des DRK-Ortsvereins erhielt Hermann Breitfeld (Mitte) die Rot-Kreuz-Ehrennadel in Silber aus den Händen von Thomas Harms (links) und Günter Warrelmann. Foto: Martin Siemer

Ein eher ruhiges Jahr verzeichnete die Betreuungsgruppe des DRK Ortsvereins. „Es gab keine unvorhergesehenen Ereignisse“, berichtet Güter Warrelmann, Leiter der Gruppe und zweiter Vorsitzender des Ortsvereins. Bei einer Veranstaltung in Wardenburg wurden 800 Kinder mit Handicap bekocht. Daneben führte die Betreuungsgruppe sechs Kochübungen durch, um mit ihrer Feldküche für den Einsatzfall gewappnet zu sein.
Die meiste Arbeit im Ortsverein wird im DRK Mehrgenerationenhaus (MGH) geleistet. Dessen Leiterin Sandra Scholz führte in ihrem Bericht die zahlreichen Aktivitäten auf. Bis zu 70 Menschen jeglichen Alters kommen täglich in das Haus an der Bahnhofstraße 14. 20 Angebote, angefangen von der Hausaufgabenbetreuung über Sprach- und Computerkurse bis hin zu Plattdeutschen Klöngruppen, listet der monatliche Veranstaltungskalender auf. Daneben nutzen 12 Selbsthilfegruppen die Räume im MGH.
Klaus Kähler vom DRK Kreisverband würdigte in seinem Grußwort die Arbeit der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Rotkreuzler im Ortsverein.
Kähler nutzte die Versammlung, um einige langjährige DRK-Mitglieder auszuzeichnen. Die Ehrennadel für 50 Jahre gab es für Gerd-Jürgen Jacobs. 40 Jahre dabei ist Ingrid Warrelmann. Kai Riethmüller gehört dem DRK seit zehn Jahren an, Inge Machura, Ursula Schulte, Ilse Soller und Siegfried Behnfeld seit fünf Jahren.
Zuvor hatten die Mitglieder Rainer Alberts zum neuen Kassenwart gewählt. Sein Vorgänger Hermann Breitfeld, hatte nach langen Jahren in dieser Funktion nicht wieder kandidiert. Für sein Engagement zeichneten ihn Thomas Harms und Günter Warrelmann mit der Rot Kreuz Medaille in Silber aus.

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