Ein Haus als Zankapfel

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Kontroverse Diskussion im Stadtrat um Kleine Straße 14

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Die UWG Fraktion im Wildeshauser Stadtrat möchte dem Blasorchester Wildeshausen bei der Suche nach neuen Proben- und Übungsräumen helfen. Zugleich wollen die UWG-Politiker das Haus Kleien Straße 14 erhalten. Ein Synergieeffekt bietet sich an. Wenn da nicht die von der Verwaltung kalkulierten Sanierungskosten für das Gebäude in Höhe von 380.000 Euro im Raum stünden. An der Höhe der Kosten und am Erhalt des Gebäudes oder dessen Abriss entzündete sich während der Ratssitzung am Donnerstag intensiver Streit.

Zur Zukunft des Hauses Kleine Straße 14 gibt es kontroverse Meinungen im Wildeshauser Stadtrat. Foto: ms
Zur Zukunft des Hauses Kleine Straße 14 gibt es kontroverse Meinungen im Wildeshauser Stadtrat. Foto: ms

Rainer Kolloge, Fraktionsvorsitzender der UWG, hegte Zweifel an der Höhe der Sanierungskosten. „Man könnte meinen, diese sind bewusst hoch angesetzt worden, um die Sanierung zu verhindern“, sagte Kolloge. Kolloge kritisierte, dass derzeit in Wildeshausen viel über den Abriss und Neubau alter Gebäude nachgedacht werden. “Soll wirklich alles erneuert werden, was nicht erneuert werden muss?“ fragte sein Fraktionskollege Thomas Johannes. Die Häuserzeile, in der sich auch das Gebäude Kleine Straße 14 befindet, gehöre zu den ältesten in Wildeshausen.
„Ich verstehe nicht ,warum wir solange warten, bis das Haus verfallen ist“, sagte Kolloge.
„Es geht nicht darum, dieses Haus verfallen zu lassen“, entgegnete Evelyn Goosmann, Fraktionsvorsitzende der SPD. Vielmehr gehe es darum, insgesamt eine Lösung für viele ältere Häuser in Wildeshausen zu finden.
Günther Lübke (CDU) sprach sich dafür aus, alternative Standorte für einen Übungsraum für das BLOW zu suchen. „Ein Raum im Haus Kleine Straße 14 reicht sicherlich nicht aus, da gehört mehr dazu“, betonte er. Er sah das von der UWG vorgelegte Konzept nicht zu Ende gedacht.
Trotz kontroverser Diskussion einigte sich der Rat darauf, dass die Verwaltung zunächst prüfen soll, ab die Häuserzeile Kleine Straße zwischen Sögestraße und Heiligenstraße erhaltens- und schützenswert ist. Mit dem Ergebnis will sich der Fachausschuss dann erneut befassen.

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