Ein Stück Wildeshausen verschwindet

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Die alte Schlosserei Finkenzeller wird abgerissen

Wildeshausen. Als am Montagmorgen die Bauarbeiter die ersten Dachziegel vom Haus Heiligenstraße 4 herunter holten, da standen Martin Finkenzeller und seine Brüder Thomas und Klaus auf dem gegenüberliegenden Parkplatz und sahen zu. Und auch der Bruder Walter war mit Ehefrau Carmen zum Beginn der Abbrucharbeiten gekommen. Das alte Ackerbürgerhaus ist ihr Elternhaus. Die Sanierung des über 100 Jahre alten Gebäudes wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll gewesen. Stattdessen entsteht in der Heiligenstraße jetzt ein Neubau mit bis zu vier Wohnungen.

Am Montag begannen die Abrissarbeiten am Haus Heilgenstraße 4. Hier entsteht ein moderner Neubau, der sich aber in die Struktur des Quartiers einfügen soll. Foto: Martin Siemer
Am Montag begannen die Abrissarbeiten am Haus Heilgenstraße 4. Hier entsteht ein moderner Neubau, der sich aber in die Struktur des Quartiers einfügen soll. Foto: Martin Siemer

Im Oktober hatte der Bauausschuss des Stadtrates grünes Licht für den Abriss gegeben. Äußerlich von der Optik noch ansehnlich, sei das Haus jedoch marode, hatte Martin Finkenzeller im Ausschuss ausgeführt. Sein Vater Walter Finkenzeller hatte in der Schlosserei hinter dem Haus so manches Teil für Wildeshauser Bauten und Haushalte hergestellt. Und auch so manche Tür hatte der Schlosser seinerzeit geöffnet, wenn die Wohnungseigentümer den Schlüssel vergessen oder verloren hatten.
Während der Abrissarbeiten ist die Heiligenstraße voraussichtlich bis zum 16. Februar für den Autoverkehr gesperrt. Am Donnerstag, 11. Februar, dem Wochenmarkttag, gilt diese Sperrung erst ab 14 Uhr. Fußgänger und Radfahrer können die Baustelle passieren.

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