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Rat einstimmig für Einzelhandelsentwicklungskonzept

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Einstimmig bei einer Enthaltung hat der Rat der Stadt Wildeshausen am Donnerstagabend für die Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes gestimmt. Das Konzept gibt des Rat in den kommenden Jahren den Rahmen vor, in dem die Kreisstadt Wildeshausen entwickelt werden kann.
1994 gab es erste Ansätze, dieses Einzelhandelskonzept fortzuschreiben. Das Hamburger Fachbüro Dr. Lademann & Partner stellte 2002 ein erstes überarbeitetes Gutachten vor. Doch es dauerte nochmals 13 Jahre, bevor die Politik jetzt die immer wieder überarbeiteten Gutachten annahm. Die Jahre waren geprägt von immer neuen Bedenken der Händler aus der Innenstadt, die die Konkurrenz am Westring fürchteten. Andererseits konnten sich Geschäfte am Westring nicht entwickeln, weil es stringente Sortimentsvorgaben gab. Erst in den vergangene Jahren brachten zahlreiche Gespräche die Wende. Eine vom CDU-Fraktionsvorsitzenden initiierte Arbeitsgruppe mit Vertretern der betroffenen Firmen und Eigentümer von Westring und Innenstadt brachte die Kuh vom Eis. Anregungen dieser Arbeitsgruppe flossen in das Gutachten ein. „Ausgangspunkt war die Sicherung der Innenstadt und die verbesserte Anbindung des Westrings“, erinnerte Sasse.
Kreszentia Flauger (Die Linke) freute sich, dass die Gespräch so konstruktiv gelaufen seien. „Das war nicht immer so.“
Evelyn Goosmann, Fraktionsvorsitzende der SPD, begrüßte den Beschluss. „Das Gutachten ermöglicht die dringend notwendige Überarbeitung des Bebauungsplanes 50 (Westring, Anm. d. Redaktion). Es gibt uns die Rahmenbedingungen, um richtig für Wildeshausen zu entscheiden.“
Rainer Kolloge, Fraktionsvorsitzender UWG, vermochte dem Gutachten zudem viele positive Signale zu entnehmen. „Im Gegensatz zu anderen Städten sind wir gut aufgestellt.“ Sein Fraktionskollege Thomas Johannes erinnerte daran, dass bei allen Planungs- und Steuerungsmöglichkeiten, die das Einzelhandelsentwicklungskonzept bietet, eines im Bewusstsein bleiben müsse: „Das Kapital hat seine eigenen Wege.“ Wenn es nicht gelänge, die Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen und zu motivieren, in Wildeshausen einzukaufen, seien alle Bemühungen zwecklos.
Bürgermeister Jens Kuraschinski war das etwas optimistischer. Er hatte bereits auf dem Jahresempfang des Handels- und Gewerbevereins am Dienstagabend betont, dass er Wildeshausen durchaus auf Augenhöhe mit Vechta und Cloppenburg sehe.
Vor der Beschlussfassung über das Einzelhandelsentwicklungskonzept scheiterte Hermann Hitz (UWG) mit seinem Antrag, dass sich der Rat das Konzept zu eigen macht. Nur dann sah er die Chance, dass es nicht wieder zahllose Ausnahmen gibt. Sowohl Stephan Diekmann (SPD) als auch Wolfgang Sasse sahen die planerischen Freiheiten des Rates durch einen solchen Passung im Beschluss eingeengt.

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