Es zwickt an allen Ecken und Enden

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SPD Ratsfraktion informiert sich in der Wallschule

Wildeshausen. Zufriedene Lehrer hören sich anders an als Roswitha Remmert. Die Schulleiterin der Wallschule schüttete am Mittwochabend einigen Mitgliedern der SPD-Ratsfraktion ihr Herz aus. Denn die Schule hat nicht nur Probleme mit großen Schülerzahlen. Vielmehr sind es Dinge im täglichen Schulalltag, die Sorgen bereiten. Das beginnt schon frühmorgens, wenn unzählige Elterntaxis die Grundschülerinnen und Schüler zum Unterricht bringen.

„Die Eltern verhalten sich nicht so, wie sie es sollten“, kritisierte Remmert. So werde unter anderem die Fahrspur für die Schulbusse dicht geparkt. Auch wenn die Haltezeiten vergleichsweise kurz sind, durch die Masse der Elternfahrzeuge wird der Busverkehr erheblich beeinträchtigt. Zudem gibt es zu wenig Parkflächen für die Fahrzeuge der Lehrer. Sie müssen schon auf die Flächen am Katasteramt oder dem gegenüberliegenden Wildeshauser Hof ausweichen. Der inzwischen pensionierte Kontaktbeamte der Polizei Karl-Heinz Steuer war früher regelmäßig vor Ort und sorgte zumindest ein wenig für Ordnung. „Herr Steuer fehlt an allen Ecken und Enden“, sagte Remmert. Alle Appelle der Schulleiterin und ihrer Kollegen an die Eltern ,die Kinder in Fahrgemeinschaften zur Schule zu bringen oder den Schulexpress zu nutzen, bleiben bisher ungehört.

Doch der Verkehr ist nicht der einzige Sorgenpunkt an der Wallschule. Auch die Sauberkeit lässt nach Auffassung von Remmert zu wünschen übrig. „Wir haben zwei Reinigungskräfte, die jeweils vier Stunden täglich die Schule sauber halten sollen.“ Ein Pensum, dass in der vorgegebenen Zeit kaum zu schaffen sei. Dementsprechend gibt es immer wieder Klagen. Zum Beispiele über die Toiletten, die nicht sauber genug sind. Gerade bei den Grundschülern geht beim kleinen Geschäft schon einmal etwas daneben.

Auch der Hausmeister ist durch die Aufgabenvielfalt am Rande seiner Möglichkeiten .Die großzügigen Rasenflächen müssen im Sommer regelmäßig gemäht werden. Beete und Rabatten gepflegt werden. Da bleiben dann Instandhaltungsmaßnahmen an Schule und Einrichtung auf der Strecke. Zudem ist der Hausmeister derzeit längerfristig erkrankt. Er wird von einem Kollegen einer andern Grundschule vertreten. „Wir brauchen jetzt eine Entlastung durch einen zusätzlichen Mitarbeiter am Bauhof“, sagte SPD-Ratsherr Hartmut Frerichs. Dieser sollte dann dort einspringen, wo er gebraucht wird, sei es bei Krankheit oder besonderen Aufgaben.

Sein Fraktionskollege Stephan Diekmann mahnte an, dass Politik und Verwaltung bei den Haushaltsberatungen mehr auf die Ziele setzten müssen. „Früher haben wir gesagt, wir haben so und soviel Geld, was machen wir damit. Heute müssen wir als Ziel vorgeben, wie wollen eine saubere Schule. Dann müssen wir sehen, was das kostet.“ Die SPD-Ratspolitiker wollen die Anregungen mit in die kommenden Beratungen des Schulausschusses einbringen.

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