Fast halbe Million Euro gespart

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Kein Bauchklatscher beim Wildeshauser Krandelbad

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Öffentliche Bauvorhaben werden immer teuer. Elbphilharmonie, Flughafen Berlin-Brandenburg oder direkt vor der Haustür die Sanierung der Pagenmarsch. Es geht aber auch anders. Beim Neubau des Wildeshauser Krandelbades blieben unterm Strich netto rund 486.000 Euro über. Wenig verwunderlich, dass die Abgeordneten des Ausschusses für Finanzen, Controlling und Wirtschaft am Donnerstagabend voll des Lobes waren.
Projektcontroller Heiko Büthe stellte im Ausschuss die Kostenübersicht für den Hallenbadneubau vor. 7,13 Millionen Euro hatte der Rat im Haushalt für das neue Bad vorgesehen. Auf 6,343 Millionen Euro summieren sich die Rechnungen der Architketen, Ingenieure und Handwerker. Günstige Ausschreibungen und nicht zuletzt auch die Überwachung durch Büthe brachten eine Ersparnis von 786.517 Euro. Davon ist allerdings noch die Umsatzsteuer in Höhe von 300.182 Euro abzuziehen. Grund sind die vielen Badstunden, die für Schulen und Vereine zu Verfügung stehen und die nach der aktuellen Rechtslage nicht nicht als Umsatzsteuerabzug angerechnet werden dürfen.
„Dadurch, dass sie die 786.000 Euro nicht ausgegeben haben, vermindert sich auch ihr Kapitaldienst in den kommenden Jahren“, erläuterte Büthe. Er rechnete vor, dass man pauschal etwa 60.000 Euro Kosten je einer Million Finanzierungssumme kalkuliert. Bei einer Laufzeit von 30 Jahren eine stolze Summe, die dem Stadtsäckel erspart bleibt.
Im Kostenrahmen bewegt sich auch das Wärmeverbundsystem, welches das Bad mit Abwärme aus der Kläranlage versorgt. Auch das künftige Feuerwehrhaus, wenn es denn gebaut wird, wird an dieses Wärmeverbundsystem angeschlossen.
Einziger Wermutstropfen im Ausschuss waren die Besucherzahlen, die offensichtlich hinter den Erwartungen zurückliegen. Genaue Zahlen stellt die Verwaltung derzeit, nach dem Ende der Freibadsaison zusammen.
Controller Heiko Büthe wies jedoch daraufhin, dass der Rat beschlossen haben ,dem Schulsport und den Vereinen mehr Raum zu gewähren. „Dann kommt die Öffentlichkeit natürlich nicht ins Bad.“

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