Feuerwehrhausneubau erst 2016

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Aufarbeitung des Kostenfiaskos Pagenmarsch erfolgt ohne Öffentlichkeit

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Wenn es nach dem Willen der Feuerwehrunfallkasse gegangen wäre, dann hätte Wildeshausen schon seit 2014 ein neues Feuerwehrhaus. Doch mit dem Baubeginn in der Pagenmarsch ist erst im ersten Halbjahr 2016 zu rechnen. Das teilte Stadtsprecher Hans Ufferfilge auf Nachfrage von Die Hunte mit. Die Kostenberechnung für den Neubau des Feuerwehrhauses hat das beauftragte Architekturbüro Künzel, Pohl & Partner inzwischen vorgelegt. Es fehlen allerdings noch die Kosten für die Außenanlagen sowie die Mehrkosten, die die im Mai festgestellte Torflinse auf dem Baugelände verursacht. Damit ist weiterhin unklar, wie viel Geld die Stadt insgesamt für den Neubau aufwenden muss. Klar ist nur, dass die 2,71 Millionen Euro, die im Haushalt 2015 eingestellt sind, nicht reichen werden. Der Rat der Stadt hatte deshalb am 5. März 2015 weitere 417.000 Euro bewilligt. Ursprünglich sollte der gesamte Neubau inklusiv Sanierung des Baugeländes maximal 2,8 Millionen Euro kosten.

So soll das neue Feuerwehrhaus in Wildeshausen einmal aussehen, wenn es dann einst fertig ist. Grafik: Künzel, Pohl & Partner
So soll das neue Feuerwehrhaus in Wildeshausen einmal aussehen, wenn es dann einst fertig ist. Grafik: Künzel, Pohl & Partner

Die Hunte hatte bereits im November 2013 auf das knapp bemessene Budget für den Bau hingwiesen und dafür Kritik aus Reihen der Politik geerntet. Nicht wenige Abgeordnete de Stadtrates scheinen mittlerweile mit der Arbeit des Planers unzufrieden zu sein. Dabei hatte doch der Rat der vergangenen Wahlperiode genau für dieses Planungsbüro gestimmt. Der Bauausschuss des Rates hatte im November 2009 ein Oldenburger Fachbüro für den Umbau und die Sanierung am alten Standort vorgeschlagen. Das Büro hatte zusammen mit einem weiteren Fachplaner bereits mehrere Feuerwehrhäuser gebaut, darunter die Feuerwache II in Oldenburg. Der Verwaltungsausschuss kassierte jedoch den Beschlussvorschlag des Fachausschusses und beauftragte das Wildeshauser Büro Künzel, Pohl & Partner, das mit Feuerwehrhäusern keine Erfahrungen hatte.

Still ruht der Bauplatz für das Feuerwehr in der Pagenmarsch. Zumindest hat die Feuerwehr hier im Sommer schon einmal gegrillt. Foto: Martin Siemer
Still ruht der Bauplatz für das Feuerwehr in der Pagenmarsch. Zumindest hat die Feuerwehr hier im Sommer schon einmal gegrillt. Foto: Martin Siemer

Aufgearbeitet wird derzeit von der Verwaltung auch die Kostenexplosion bei der Sanierung der Pagenmarsch. Die Ergebnisse will die Verwaltung dem Rat in einer nichtöffentlichen Sondersitzung vorstellen. Die veranschlagten Kosten wuchsen von 1,3 Millionen Euro auf 2,85 Millionen Euro an.

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