Feuerwehrhausneubau wird teurer

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Ein Projektcontroller schaut dem Architekten jetzt auf die Finger

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Auf „irgendwann 2016, vermutlich in der ersten Jahreshälfte“, taxiert Christoph Tendies den Baubeginn für das neue Feuerwehrhaus in Wildeshausen. Diesen vagen Termin nannte der von der Stadt beauftragte Projektcontroller während der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Stadtentwicklung, Freizeit, Sport und Kultur sowie Stadtplanung, Bau- und Umwelt am Dienstagabend. Tedines stellte zugleich eine erste, fast komplette Kostenplanung vor, ein Zahlenwerk, welches das beauftragte Architekturbüro Künzel, Pohl und Partner bisher nicht vorlegte. Danach ist der Neubau jetzt mit insgesamt 3,109 Millionen Euro kalkuliert, rund eine Million mehr als zu Beginn veranschlagt.

Zu den reinen Baukosten sind allerdings noch weitere Aufwendungen hinzuzurechnen. Dazu zählen unter anderem der mit rund 200.000 Euro veranschlagte Umbau der Kurve Krandelstraße vor dem Hallenbad, die Einrichtung des Feuerwehrhauses (135.300 Euro) und das Honorar des Projektcontrollers (100.200,98 Euro). Dies Gesamtinvestition beläuft sich damit auf rund 3,54 Millionen Euro.

Für die Finanzierung muss die Stadt außerplanmäßig 674.000 Euro bereitstellen. Gedeckt wird diese Summe durch Minderausgaben beim Krandelbad in Höhe von 400.000 Euro und durch Mehreinnahmen bei Grundstücksverkäufen in Höhe von 274.000 Euro.

Auch wenn Tendies es nicht direkt ansprach, die erheblichen Verzögerungen bei der Kostenkalkulation liegen offensichtlich beim Architekten. In der kommenden Woche soll es erneute Gespräche geben. Danach will Tendies einen konkreten Termin für den Baubeginn benennen.

Für Hartmut Frerichs (SPD), Vorsitzender des Bauausschusses, sollte der Baubeginn so schnell wie möglich erfolgen. „Er sollte möglichst im 1. Quartal liegen, damit wir über den Winter günstige Ausschreibungsergebnisse bekommen.“

Christoph Tendies wies jedoch daraufhin, dass vor dem Bau noch eine Grundwasserabsenkung erfolgen muss. Grund sind mehrere Torflinsen, die bei Probebohrungen in einer Tiefe zwischen 2,5 und 3,5 Metern gefunden wurden. Bei der Sanierung des Geländes hätten diese Torflinsen bereits entdeckt werden können ,urteilte ein Gutachter. Die Grundwasserabsenkung soll für das benachbarte Wohngebiet keine Auswirkungen haben.

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