Gildekönig heißt Jan Poppe

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Jörn Röhr wird Schaffer / Höhepunkt des Wildeshauser Gildefestes

Wildeshausen. An Spannung kaum zu überbieten war das Königsschießen beim diesjährigen Gildefest am Pfingstdienstag. Jan Poppe, der später den Papagoy im entscheidenden Stechen von der 32 Meter hohen Vogelstange holte, musste in seiner Gruppe gleich zwei Mal gegen Andreas Scholz antreten. Zuvor hatten beide mit Doppeltreffern der Papagoy abgeschossen. Ein eindeutige Zuordnung zum Schützen war nicht möglich. Letztlich bewies Jan Poppe die bessere Nervenstärke und sicherte sich den Finaleinzug.

29 Gildebrüder hatten sich für das Königsschießen eingetragen. Sie alle wollten Nachfolger von Vorjahreskönig Jörg Schilling werden. In vier Gruppen wurden die Finalteilnehmer ausgeschossen. Neben Jan Poppe schafften es Walter Schachmatt, Andreas Tonn und Kai-Uwe Bahrs bis ins Finale.

Als Poppe den entscheidenden Treffer landete und der schmiedeeiserne Papagoy in die Tiefe stürzte, stürmte Poppes Bruder Timo als erster auf den Schießplatz und umarmte den neuen Gildekönig. Dieser hatte ebenfalls um die Königswürde mitgeschossen. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr reichte es dieses mal jedoch nicht bis ins Finale. Mit Jan Poppe sitzt nach 26 Jahren wieder ein Poppe auf dem Gildethron. 1988 hatte Heino Poppe die Königswürde errungen. Auch er gratulierte seinem erfolgreichen Sohn.

Am herzlichsten war aber die Umarmung von Poppes Verlobter Sabine Kaiser. Das Paar lebt in Oldenburg. Dort ist der 28-Jährige Gildekönig als Assistent der Geschäftsleitung bei der EWE beschäftigt. Auf dem Krönungstisch im Krandel jubelte das Gildevolk seiner neuen Majestät zu.

Am Abend wurde auch Sabine Kaiser im Kreise der Königskompanie gekrönt. Jürgen Luthardt, Sprecher der Königskompanie, hatte die ehrenvolle Aufgabe, der Königin den Mooskranz aufzusetzen. Und er hatte das vergnügen, die Königin küssen zu dürfen. Die Königskompanie hat seit Jahren ihr Quartier im Restaurant Wolters. Dort gibt es neben fester und flüssiger Stärkung auch viel Unterhaltung durch das Musikkorps Wittekind.

Punkt Mitternacht wurde dann vor dem Rathaus das Geheimnis des neuen Schaffers gelüftet. Die Wahlmänner der Kompanie hatten Jörn Röhr zum neuen Schaffer der Wildeshauser Schützengilde gewählt. Ihm zur Seite steht Ehefrau Regina. Das Paar hatte erst Ende Mai in Wildeshausen geheiratet. Der 44-Jährige Röhr arbeitet als kaufmännischer Mitarbeiter in einem Wildeshauser Autohaus.

Als Wildeshauser gehört er seit mehr als zwei Jahrzehnten der Schützengilde an. Für die Kompanie Huntetor nahm er im vergangenen Jahr an der Schafferwahl teil. Offenbar hat er damals Blut geleckt. Nun steht einer Karriere im Offizierskorps der Wildeshauser Schützengilde kaum mehr etwas im Wege.

Gemeinsam mit dem neuen Königspaar präsentierten sich Röhrs dem jubelnden Zuschauern. Bis in den frühen Morgen wurden die neuen Würdenträger ausgiebig gefeiert.

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