Grafik ist ein Segen

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Hartmut R. Berlinicke unterstützt mit Kunstwerk den Orgelneubau

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Der rote Kelch, umkränzt von Weinreben und Trauben, sticht aus der Grafik von Hartmut R. Berlinicke leuchten hervor. „...und sollst ein Segen sein“ ist die Farbaquatinta-Radierung betitelt, mit der Berlinicke den Bau der neuen Orgel der Alexanderkirche unterstützt.
Gemeinsam mit Pastor Markus Löwe stellte der Künstler am Montagmorgen die endgültige Fassung der Grafik vor. Bei seinem Drucker Heiner Bunte im thüringischen Wurzbach hatte Berlinicke an der Farbigkeit der Grafik gefeilt. „Besonders das Rot war schwierig. Mein Drucker hatte aber noch eine ganze Dose rot aus den 1970er Jahre, das passte“, verriet Berlinicke.

Vor dem Original der Rosette zeigt Hartmut R. Berlinicke die von ihm geschaffene  Farbaquatinta-Radierung „...und sollst ein Segen sein“. Foto: msi
Vor dem Original der Rosette zeigt Hartmut R. Berlinicke die von ihm geschaffene Farbaquatinta-Radierung „...und sollst ein Segen sein“. Foto: msi

100 bis 150 Exemplare der Grafik sollen entstehen. „Das ist abhängig von den Druckplatten“, erklärte Berlinicke. Aber sein erfahrener Drucker, der immer noch in Handarbeit erstellt, sieht bereits nach den ersten zehn Drucken, ob die Platten für 100 oder 150 Drucke halten. Drei Platten für drei Farben sind für den Druck notwendig.
Bei seiner Radierung nimmt Hartmut R. Berlinicke die Elemente der Rosette im Westwerk der Alexanderkirche auf. In ihr findet sich in der Mitte der Rosette ein Kelch, der von symmetrisch angeordneten Ähren umkränzt wird. Außen gibt es acht kleinere Ringe, in denen Weinblätter und Trauben zu sehen sind.
All diese Objekte sind auch auf der Grafik des Wildeshauser Künstlers und Galeristen zu finden.Im Vordergrund leuchtet der rote Kelch, dem sich ein Rebstock mit Trauben entgegenreckt. Im Hintergrund sind die Ornamente der Rosette der Kirche zu sehen.
Mit dem Neubau der Orgel der Alexanderkirche soll auch die Rosette wieder zu alter Schönheit erblühen. Seit den 1980er Jahren, nach dem Bau der Kleuker-Orgel, fristet sie ein unscheinbares Dasein über dem Kirchenportal. Nur wenn sie im Dunkel von innen angestrahlt wird, ist ihre Schönheit zu erkennen.

Nur wenn sie von innen angeleuchtet wird, gibt die Rosette am Portal der Alexanderkirche zurzeit ihre ganze Schönheit preis. Foto: Privat.
Nur wenn sie von innen angeleuchtet wird, gibt die Rosette am Portal der Alexanderkirche zurzeit ihre ganze Schönheit preis. Foto: Privat.

„Ich glaube, wenn die Rosette wieder frei zu sehen ist, könnte auch das Abendlicht zur Osterzeit durch sie in die Kirche scheinen“, hoffte Markus Löwe.
Beim ihm können ab sofort die Grafiken bestellt werden. Entweder telefonisch unter 04431 / 32 78 oder per E-Mail an .
Die Grafik „...und sollst ein Segen sein“ kosten pro Stück 200 Euro. Hiervon fließen nach Abzug der Druckkosten 150 Euro an den Orgelförderverein.
Wer einmal hinter die Kulissen des Grafikers Hartmut R. Berlinicke schauen möchte, hat dazu bei einem Workshop am 11. Juli, Gelegenheit. Von 10 bis 16 Uhr zeigt Berlinicke im Jugendhaus an der Alexanderkirche, warum man mehrere Zinkplatten für den Druck braucht, wie die Ideen zu seinen Grafiken entstehen oder welche Farben für den Druck verwendet werden. Der Workshop endet für alle Interessierten mit einer Taizé-Andacht mit Pastor Markus Löwe in der Alexanderkirche.

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