Hennken sieht keine Eile geboten

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CDU-Abgeordneter will nicht vor der Sommerpause über Grundschulen entscheiden

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Vor den Beratungen des Verwaltungsausschusses des Wildeshauser Stadtrates über die Entwicklung der Grundschulstandorte haben sich am Mittwoch auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Sasse und sein Fraktionskollege Jens-Peter Hennken zu Wort gemeldet. „Wer treibt den Stadtrat eigentlich, bei den Entscheidungen
derart auf das Tempo zu drücken?“ fragt Hennken in einer Rundmail an alle Ratsabgeordneten und Bürgermeister Jens Kuraschinski, die unserer Redaktion vorliegt.
Für Hennken ist kein Grund erkennbar, noch vor der Sommerpause Entscheidungen zur langfristigen Ordnung der Grundschulen zu treffen. Die zu treffenden Wegweisungen seien losgelöst von der Raumsituation zu Beginn des neuen Schuljahres.
Hennken beruft sich auf die während der letzten gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Schulangelegenheiten und des Ausschusses für Finanzen, Controlling und Wirtschaft vorgestellten Schülerzahlen.
Danach werden zum Beginn des Schuljahres 2017/2018 insgesamt 190 neue Schülerinnen und Schüler in den Grundschulen eingeschult. Zum Ende des laufenden Schuljahres verlassen 208 Schülerinnen und Schüler die vierten Klassen in Richtung weiterführende Schulen. „Somit sollten wir im neuen Schuljahr mit 18 Schülern weniger starten“, rechnet Hennken zusammen. Damit sieht er eher eine Entspannung in der Raumsituation. „Es empfiehlt sich, in den kommenden Tagen und Wochen inne zu halten und nicht durch voreilige Statements zu möglichen Umzügen, Neu- oder Umbauten die vorherrschende Unruhe in der Schuleltern- und Lehrerschaft weiter zu schüren“, appelliert Hennken an seine Ratskollegen.
Auch Wolfgang Sasse will erst eine Entscheidung auf Basis von verlässlichen Fakten treffen. „Der Kreistag wird frühestens im Juni eine Entscheidung für den eventuellen Verkauf der Hunteschule an die Stadt Wildeshausen treffen. Die konkreten Zahlen der Schüler und die mögliche Zuordnung für die Einschulung 2017/18 werden ebenfalls erst im Juni vorliegen“, schreibt Sasse in einem Änderungsantrag zur Sitzung des Verwaltungsausschusses am Donnerstag an Bürgermeister Jens Kuraschinski.
Zum jetzigen Zeitpunkt sei die Verwaltung aufgefordert, die Verteilung der Schülerinnen und Schüler für das Schuljahr 2017/2018 vorzubereiten. Sasse geht dabei von einer Vierzügigkeit der Wallschule aus. An der St.-Peter-Schule sollte eine Zweizügigkeit und an der Holbeinschule eine Dreizügigkeit, bei entsprechendem Bedarf maximal eine Vierzügigkeit eingeplant werden.
Zudem soll die Verwaltung der Stadt Verhandlungen mit dem Landkreis zum Rückkauf der Hunteschule zum nächstmöglichen Termin aufnehmen. Außerdem sollen die Kosten für Umbaumaßnahmen in der Liegenschaft St.-Peter -/ Holbeinschule auf der Basis der zur Verfügung stehenden Pläne ermitteln und dem Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt und dem Ausschuss für Schulangelegenheit vorgelegt werden.

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