„Hermes hilft“ Leukämiepatienten

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Mitarbeiter organisieren Typisierungsaktion für die DKMS

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Interessiert verfolgten fast 40 Mitarbeiter von “Hermes Systeme“ am Sonnabend den Erzählungen von Marius Kossmann, Der Harpstedter berichtete von seiner Leukämieerkrankung, und das ihm durch eine Stammzellenspende das Leben gerettet wurde. Kossmann war nicht ohne Grund nach Wildeshausen gekommen. „Hermes hilf“, eine Aktion der Mitarbeiter des Systemtechnikspezialisten, veranstaltete eine Typisierungsaktion für die DKMS, die potenzielle Stammzellenspender erfasst.
37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch einige Privatpersonen ließen sich am Freitagnachmittag bei Hermes System typisieren. Ein Vorgang, der eigentlich unspektakulär ist und doch Leben retten kann. Wie ihre Kollegen nahmen Jakob Holthaus und Sören Hollmann mit einem Wattestäbchen eine Probe aus dem Mundraum. Diese Proben wurde gesammelt zur DKMS geschickt und dort analysiert. Die Kosten für die Untersuchungen der Proben trägt Hermes Systeme.

Marius Kossmann (links) berichtete auf Einladung von Jan Weinhold über seine Leukämieerkrankung und die Stammzellenspende, die er bekommen hatte. Foto: Martin Siemer
Marius Krossmann (links) berichtete auf Einladung von Jan Weinhold über seine Leukämieerkrankung und die Stammzellenspende, die er bekommen hatte. Foto: Martin Siemer

Initiiert hatte die Aktion Jan Weinhold, Mitarbeiter bei Hermes System und selbst schon als Stammzellenspender registriert.
„Meine Freundin Freundin Laura ist bereits aktiver Stammzellenspenderin und ich habe das ganze damals live mitverfolgt“, erzählte Weinhold. Gemeinsam mit Marius Kossmann schilderte Weinhold den Ablauf einer Knochenmarkspende. Dabei verschwiegen beide auch nicht die im Vergleich zu einer Leukämieerkrankung harmlosen Begleiterscheinungen für den Spender. „Man bekommt als Spender kurz vor der Spende ein Mittel gespritzt, dass die Stammzellenproduktion anregt. Dadurch kann es zu Gelenkschmerzen kommen, so als ob man noch wächst“, erklärte Klinsmann Er betonte auch, dass die Spende freiwillig sei. Wenn man jedoch der Spende zugestimmt habe, dann sei diese für den Empfänger lebensnotwendig. „Bei mir wurde wie bei allen anderen Empfänger auch das eigene Immunsystem völlig heruntergefahren. Man überlebt dann nur mit der Stammzellenspende.“

Mit Wattestäbchen nahmen Jakob Holthaus (links) und Sören Hollmann Speichelproben, die bei der DKMS untersucht werden. Foto: Martin Siemer
Mit Wattestäbchen nahmen Jakob Holthaus (links) und Sören Hollmann Speichelproben, die bei der DKMS untersucht werden. Foto: Martin Siemer

Marius Kossmann erhielt seine Spende im November 2015. Fast ein halbes Jahr verbrachte er 2015 im Krankenhaus. Inzwischen führt er fast wieder ein Leben wie vor seiner schweren Erkrankung. Abgesehen von regelmäßigen Arztbesuchen und einer Kontrolle seinen Knochenmarks alle sechs Wochen. „Damit will man frühzeitig einen möglichen Rückfall erkennen und möglichst schnell Gegenmaßnahmen einleiten.“ Mit seinem Spender hat er bereits Briefkontakt. Ein Treffen ist allerdings erst zwei Jahre nach der Spende möglich.

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