Hilmer Bierans übernimmt Vorsitz

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Wechsel an der Spitze des Fischereivereins Wildeshausen

Wildeshausen (pm). Hilmer Bierans ist neuer Vorsitzender des Fischereivereins Wildeshausen. Er tritt die Nachfolge von Jens Pfänder an, der aus persönlichen Gründen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stand. Die 111 Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung im Reitersaal im Hannoverschen Hof dankten am vergangenen Sonntag ihrem ehemaligen Vereins-Chef mit langem Applaus für sein außerordentliches Engagement. Neuer Schriftführer ist Hartmut Pokorny, der das Amt von Helmut Hiller übernimmt. Als dritter Jugendwart neu dabei ist Waldemar Lenz. „Ruck-Zuck“ verliefen auch die übrigen Wahlen, denn alle weiteren Vorstandsmitglieder, die alle drei Jahre gewählt werden, bleiben im Amt: Tobias Siemer (2. Vorsitzender), Christian Buck (Kassenwart), Frank Siemer, Marco Kuhn und Alfred Finke (alle Gewässerwarte), Roger Knoblauch und Heiko Bitter (Jugendwarte), Ralf Siemer (Beauftragter für Umwelt und Naturschutz), Jan-Niklas Hülsmann (Heim- und Gerätewart) sowie Thomas Kaiser (Presse).

Hilmer Bierans ist neuer Vorsitzender. Er löst Jens Pfänder ab. Neu im Vorstand sind Hartmut Pokorny (l.) und Waldemar Lenz (2.v.l.). Geehrt wurden Stephan Piening, Kasimir Kowalski und Reiner Alberts. Foto: Fischereiverein
Hilmer Bierans (r.) ist neuer Vorsitzender. Er löst Jens Pfänder (3.v.r.) ab. Neu im Vorstand sind Hartmut Pokorny (l.) und Waldemar Lenz (2.v.l.). Geehrt wurden Stephan Piening (3.v.l.), Kasimir Kowalski (Mitte) und Reiner Alberts. Foto: Fischereiverein

Beeindruckende Zahlen hatte Jens Pfänder zuvor in seinem Jahresbericht präsentiert: Der Fischereiverein wird mit 1446 Mitgliedern (+53) ins neue Jahr gehen. Ein Rekord. Mit 93 Jugendlichen bleibt die Nachwuchsgruppe erfreulich stabil. Und dass auch immer mehr Frauen angeln, beweisen die 63 Petrijüngerinnen in den Reihen. Aktuelle Zahlen hatte auch Tobias Siemer parat: Acht Elektrofischen zur Bestandskontrolle und -erhaltung standen in den vergangenen Wochen auf dem Plan. Dabei wurden bislang 91 große Meerforellen und ein Lachs gefangen sowie 60.000 Eier abgestreift. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir das Bruthaus noch bis Jahresende voll bekommen“, so Siemer.
Viel Arbeit und Pflege sind an den Gewässern nötig: Die reicht zum Beispiel von der Bekämpfung des „invasiven“ Springkrauts, dem Anlegen von Kiesbetten in der Aue und im Altonaer Mühlbach bis zum Einbau einer Rückschlagklappe für ablaufendes Wasser im Altarm Strangmann. Alles immer in enger Abstimmung mit Behörden und Unterhaltungsverbänden. „Denn das wird immer mehr. Es gab in diesem Jahr allein über 60 derartige Termine“, berichtete der Umweltbeauftragte Ralf Siemer, der von einem guten Verhältnis spricht. „Wir werden gehört. Man registriert genau, wie wir uns als moderner Angelverein engagieren und was die Maßnahmen am und im Gewässer bewirken.“ Dazu zählt sicher auch die erfolgreiche und schon mehrfach ausgezeichnete Schul-AG „Gewässerschutz“. Acht Schüler bauten zum Beispiel Strömungslenker im Mühlbach ein, pflanzten Erlen, nahmen biologische Gewässeruntersuchungen vor und pflegten ihre Nistkästen.
Weiterer Schwerpunkt der Jahreshauptversammlung waren vier Ehrungen: Stephan Piening wurde – bereits zum sechsten Mal - als Jahresbester der sieben Gemeinschaftsangeln ausgezeichnet. Den Salmonidenpokal sicherte sich Kasimir Kowalski mit einer kapitalen Meerforelle von 5,2 Kilo Gewicht aus der Aue. Auf 1,03 Meter Länge brachte es der Hecht aus der Hunte von Kevin Utech, der ihm den Raubfischpokal brachte. Den schwersten Friedfisch fing Sascha Renken. Sein toller Schuppenkarpfen von 24 Pfund aus dem Annasee konnte einigen Maiskörnern am Haken nicht widerstehen.
Neues Ehrenmitglied ist Reiner Alberts. Er war in den 80er Jahren erster Umweltbeauftragter des Vereins, danach lange Zeit zweiter Vorsitzender und seit vielen Jahren der „Räuchermeister“ im Verein für die Events wie Sommerfest oder historischer Markt der Schützengilde.
In einem neuen Vereinsgewässer können die Mitglieder ab dem 1. Februar 2017 angeln. Das „Lüerter Schlatt“ mit fünf Gewässern und einer Gesamtwasserfläche von etwa einem Hektar wurde für zwölf Jahre gepachtet. Genaue Informationen erhalten die Angler mit ihren Papieren fürs neue Jahr.

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