63-Jährige Ära womöglich zu Ende

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Gesellschaft für Naturschutz steht vor der Auflösung

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Die 63-Jährige Geschichte der Gesellschaft für Naturschutz (GfN) könnte bald zu Ende sein. Während der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend im Wildeshauser Hof teilte der Vorsitzende Bernd Lögering mit, dass gleich mehrere Vorstandsmitglieder aus gesundheitlichen Gründen ihre Ämter aufgeben. Nachfolger sind nicht in Sicht, so dass der Verein aller Voraussicht nach aufgelöst werden. Beschlossen werden soll dies bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung nach den Sommerferien.

Zur möglicherweise letzten regulären Jahreshauptversammlung traf sich jetzt die Gesellschaft für Naturschutz im Wildeshauser Hof. Foto: Martin Siemer
Zur möglicherweise letzten regulären Jahreshauptversammlung traf sich jetzt die Gesellschaft für Naturschutz im Wildeshauser Hof. Foto: Martin Siemer

Am 7. März 1953 wurde die Gesellschaft für Naturschutz in Ostrittrum als kleiner Naturschutzverein gegründet. Damals noch als nicht eingetragener Verein. Dies erfolgte erst mehr als 30 Jahre später. Erster Vorsitzender war damals Heinrich Wolken. Ziel des Vereins war der praktische Vogelschutz, der auch mit Lehr- und Informationsveranstaltungen begleitet wurde. Höhepunkte in all den Jahren waren die jährliche vogelkundlichen Frühwanderungen und die Exkursionen in Gärten, Parks und Naturschutzgebiete.
Dieses Ziel verfolgt der Verein bis heute. Auf dem Wall, in der Lehmkuhle und an vielen anderen Orten in Wildeshausen hat die GfN Nisthilfen für verschiedene Vogelarten installiert. In Simmerhausen hegt und pflegt der Verein eine eigene Streuobstwiese. Und auch sonst sind die Mitglieder um den Naturschutz bemüht.
„Wir müssen der Realität ins Auge schauen. Wir stehen wir der traurigen Gewissheit, dass wir den Verein abwickeln müssen“, bedauerte Vorstandsmitglied Dr. .Volker Kuhlmann. Er hätte gerne weiter gemacht und ist auf der Suche nach Nachfolgern für die Vorstandsarbeit. Allerdings sei es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, jüngere Menschen für den Naturschutz zu interessieren und damit auch das Durchschnittsalter der Vereinsmitglieder zu senken.
Unterstützung bekam Kuhlmann von einem Mitglied: „Bevor man solche Strukturen kaputt macht, sollte man mit aller Kraft jemanden Suchen ,der das weiterführt.“
Kuhlmann regte an, dass die Mitglieder sich auch nach einer möglichen Auflösung des Vereins in lockerer Verbundenheit weiter treffen. „Wir sollten unsere gemeinsamen Unternehmungen und die nette Gemeinschaft, die es seit Jahren gibt, weiter pflegen.“
Im Anschluss an die doch eher traurige Jahreshauptversammlung zeigte Vorstandsmitglied Arnold Lehmkuhl Fotoimpressionen der Veranstaltungen und Aktivitäten aus dem vergangenen Jahr.
Heimatforscher und Autor Peter Hahn las aus seinem aktuellen Buch „Onno, der jungsteinzeitliche Siedler“.

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