Im Eis eingebrochen

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DLRG Wildeshausen und Feuerwehr Neerstedt üben gemeinsam

Glane (msi/pm). Nach dem Frost der vergangenen Tage überzieht die Gewässer im Landkreis eine Eisschicht. Verlockend, um darauf herumzutollen. Und doch lebensgefährlich, denn das Eis ist dünn und brüchig. Immer wieder kommt es vor, das Menschen durch eine solche Eisdecke einbrechen. Die DLRG Wildeshausen und die Feuerwehr Neerstedt übten deshalb jetzt gemeinsam einen Rettungseinsatz in der Sandgrube des Glaner Sandkontors.

Mit Leinen gesichert arbeiteten sich die Retter zu dem Verunglückten im Eis vor. Foto: DLRG/Heino Fastje
Mit Leinen gesichert arbeiteten sich die Retter zu dem Verunglückten im Eis vor. Foto: DLRG/Heino Fastje

Der gemeinsame Dienst begann in der Fahrzeugunterkunft der DLRG an der Glaner Straße. Hier gab es für die Feuerwehrleute zunächst grundlegende Informationen über die Arbeit der Wasserretter. Anschließend ging es mit den Einsatzfahrzeuge in die Sandgrube, wo der Sand teilweise mit einem Saugbagger abgebaut wird.
Eike Jung, Mitglied der DLRG und der Feuerwehr Neerstedt, rüsteten sich mit einem Trockentauchanzug aus und wagte sich, durch Leinen gesichert, auf das dünne Eis, wo er auch umgehend einbrach.
Cord Wachtendorf von der DLRG erklärte den Einsatzkräften von DLRG und Feuerwehr, welche Maßnahmen sie ergreifen mussten, um die eingebrochene Person zu retten. Als Erstmaßnahme wurde dem „Verunglückten“ eine Wurfleine der DLRG oder Feuerwehrleine zugeworfen, an denen sich die Eingebrochenen erst einmal festhalten konnten.
Unterdessen rüsteten sich die Retter mit Schwimmwesten und Sicherungsgeschirr zur Eigensicherung aus, denn Arbeiten am und auf dem Wasser oder Eis werden nie ungesichert durchgeführt. Dann begaben sich die Helfer, auf dünne Eis. Die mitgenommene Schleifkorbtrage der DLRG wurde dem Eingebrochen zugeschoben und unter den Körper ins Eisloch gesteckt. Dann waren die Sicherungsleute an Land gefordert. Sie zogen Retter und „Verunglückten“ zusammen von der Eisfläche. Anschließend wurde die Übung mit Leitern und anderen Hilfsmittel wiederholt. Auch Hinweise zur Weiterversorgung der im Eis eingebrochenen Personen wurden vermittelt. Hier ist besonders darauf zu achten, die unterkühlte Person nicht zu schnell zu erwärmen.

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