In Zwischenbrücken passiert einiges

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Pielepoggen auf Rosenmontagsbesuch im Rathaus Wildeshausen

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Sturmtief „Ruzica“ macht den Jecken an diesem Rosenmontag ordentlich zu schaffen. Überall in Deutschland werden Rosenmontagsumzüge abgesagt. Nicht so in Wildeshausen. Hier machte sich, wie in jedem Jahr eine Reihe dunkel gekleideter Herren mit Zylinder von Zwischenbrücken aus auf den Weg zum Rathaus. Dort empfing um Punkt zehn Uhr Bürgermeister Jens Kuraschinski und sein Allgemeiner Vertreter Thomas Eilers die Delegation der „Pielepoggen“, wie die Zwischenbrücker genannt werden. Ernsthafte Anliegen und schelmisch Forderungen trugen die Pielepoggen auch in diesem Jahr wieder vor.

Helmut Rang (rechts) übergab die Bürgermeisterkette an Jens Bohmhoff (links). Ralf Hentemann wird das Amt im kommenden übernehmen. Foto: Martin Siemer
Helmut Rang (rechts) übergab die Bürgermeisterkette an Jens Bohmhoff (links). Ralf Hentemann wird das Amt im kommenden übernehmen. Foto: Martin Siemer

Kuraschinski vereidigte zunächst Jungbürgermeister Ralf Hentemann, der im kommenden Jahr zum Bürgermeister ernannt wird. Jens Bohmhoff, amtierender Bürgermeister, nahm die Amtskette von seinem Vorgänger Helmut Rang in Empfang.
Im Rückblick zählte Jens Kuraschinski einige der Punkte auf, die die Pielepoggen im vergangenen Jahr vorgetragen hatten. Ein stetes Ärgernis ist die Verkehrsbelastung in Zwischenbrücken mit teilweise hohen Geschwindigkeiten. „Wir hatten deshalb im vergangenen Jahr dort ein Verkehrsmessgerät aufgestellt. Die Auswertung ergab, dass dort im Mittelwert 32 Stundenkilometer gefahren wird, bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h ein Topwert“, sagte Kuraschinski.
Ein weiter Punkt war die Unterhaltung von Wegen und Straßen. Während die Schlaglöcher an der Straße „An der Hunte“ bereits ausgebessert wurden ,kommt die Landskrone auf die Prioritätenliste für Straßenunterhaltung der Stadt.

Vor dem Rathaus der Stadt Wildeshausen empfingen Jens Kuraschinski (Dritter von links) und Thomas Eilers (Zweiter von rechts) die Delegation der Pielepoggen. Foto: Martin Siemer
Vor dem Rathaus der Stadt Wildeshausen empfingen Jens Kuraschinski (Dritter von links) und Thomas Eilers (Zweiter von rechts) die Delegation der Pielepoggen. Foto: Martin Siemer

Der amtierende Zwischenbrücker Bürgermeister trug die neuen Anregungen vor. „Angesichts glücklicher Zwischenbrücker haben wir eigentlich nicht“, sagte er, um dann doch einige Themen anzusprechen. So ist am Geländer der Huntebrücke der Schriftzug „Hunte“ aufgrund zahlreicher „Liebesschlösser kaum mehr zu lesen. Die Pielepoggen regten an, das Seitengeländer vor dem Restaurant Caruso zu sanieren und dort eine Möglichkeit zu schaffen, die Schlösser der Verliebten anzubringen.
Auch sollten die Brücken in Zwischenbrücken illuminiert werden. Eine Forderung, die es seit langem gibt und deren Umsetzung nicht nur den Stadtteil sondern ganz Wildeshausen aufwerten würde.
Zu Entwicklung Zwischenbrückens teilte Jürgen Luthardt mit, dass dort einiges geschehen werden. Das Chinarestaurant im Hannoverschen Hof ist mittlerweile geschlossen. Die Räumlichkeiten werden zu einer Gaststätte mit Kneipencharakter umgebaut. Eine Ankündigung, die nicht nur Jens Kuraschinski freuen dürfte, haben doch zur Jahresende unter anderem das Restaurant Wolters und der „Alte Wittekind“ geschlossen.
„In der Gaststätte und den Clubräumen haben insgesamt 150 Personen Platz. Zusammen mit dem Reitersaal und weiteren Räumen sogar 400“, erläuterte Luthardt.
Wirt in der neuen Kneipe wird Holger Munke, vielen aus dem Franziskaner bekannt. Deshalb verwundert es auch nicht, das bereits jetzt, lange vor Öffnung, bereits 30 Clubs und Stammtische in die neue Kneipe in Zwischenbrücken kommen wollen. Auch die Königskompanie wird im Hannoverschen Hof ihr neuen Kompaniequartier beziehen. „Damit erlebt Zwischenbrücken auch eine Aufwertung beim Gildefest“, betonte Luthardt.
Die Eröffnung der neuen Gaststätte im Hannoverschen Hof ist für den 22. April geplant.

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