Ji möt bloots anfangen

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Friedrich Ahlers ist Wildeshausens neuer Plattdeutschbeauftragter

Wildeshausen (msi). Das richtige im richtigen Moment zu sagen, dass scheint Friedrich Ahlers zu beherrschen. Kaum war der gebürtige Düngstruper am Donnerstag während der Ratssitzung zum neuen Plattdeutschbeauftragten der Stadt Wildeshausen ernannt worden, wandte er sich an die Abgeordneten. Auf Hochdeutsch, damit ihn auch alle verstanden. „Wenn man Ja sagt, dann muss man auch ein bisschen Geld in die Hand nehmen“, appellierte er an den Stadtrat, den Erhalt der Plattdeutschen Sprache auch finanziell zu unterstützen. Und er ermunterte die Abgeordneten, ruhig selber Platt zu schnacken. „Ji möt bloots anfangen.“

Jens Kuraschinski (rechts) und Hartmut Frerichs (links) ernannten Friedrich Ahlers zum neuen Plattdeutschbeauftragten der Stadt Wildeshausen. Foto: msi
Jens Kuraschinski (rechts) und Hartmut Frerichs (links) ernannten Friedrich Ahlers zum neuen Plattdeutschbeauftragten der Stadt Wildeshausen. Foto: msi

Zuvor hatte Ahlers eine Ernennungsurkunde aus den Händen von Bürgermeister Jens Kuraschinski und dem Ratsvorsitzenden Hartmut Frerichs entgegen genommen. „Ick kann jo to seggen, dat beste to geven, um dat Amt ut to füllen“, versprach Ahlers. Bei seiner ehrenamtliche Aufgabe wird er unter anderem von Annegret Arkenberg, die sich schon an den Schulen für die plattdeutsche Sprache engagiert. „Und es gibt viele Verein in Wildeshausen, in den noch Platt gesprochen wird, die Wildeshauser Schützengilde ist nur einer davon“, sagte Ahlers, der selbst dem Offizierskorps der Gilde angehört. Das Amt des Plattdeutschbeauftragten hatte Ahlers von Christa Plate übernommen. Sie möchte es nun nach langen Jahren etwas ruhiger angehen lassen. „Plattdeutsch ist auch ein Stück Heimat, das bewahrt werden muss und Fiddi Ahlers ist genau der richtige dafür“, lobt sie ihren Nachfolger.

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