Jugendliche brauchen Klarsicht

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Hauptschüler absolvieren Mitmachparcours zum Thema Alkohol und Tabak

Wildeshausen. Gut 14 Prozent aller 12 bis 17-Jährigen trinken mindestens einmal in der Woche Alkohol. Bei den 18 bis 21-Jährigen sind es gar fast 40 Prozent. Grund genug, mit der Präventionsarbeit zum Alkohol- und Tabakkonsum frühzeitig zu beginnen. Am heutigen Donnerstag absolvierten 56 Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs der Hauptschule Wildeshausen den Mitmachparcours „Klarsicht“. In den Räumen des Jugendzentrums „JottZett“ drehte sich alles um Tabak, Alkohol und um die verführerische Werbung.

„Es gibt fünf Stationen, die die jungen Leute durchlaufen“, erklärte Maria Rüschendorf von der Fachstelle Sucht der Diakonie. Am Anfang stand die „Talkshow“, in der die Jugendliche selbst Konfliktsituationen entwickelten. Eine richtige Wissensstation war de „Alkohol“. Dort erfuhren die Teilnehmer alles über seine Wirkung und die Gefahren, die von einem übermäßigen Genuss ausgehen.

„Der Parcours soll allerdings nicht bewerten. Wir möchten viel mehr mit den Jugendlichen in eine Diskussion einsteigen“, erläuterte Rüschendorf. Gemeinsam mit Lehrern, Schulsozialarbeitern und Pädagogen begleitete sie den Parcours am Donnerstagvormittag.

Ein besonderes Erlebnis ware für die Jugendlichen die Station mit den „Rauschbrillen“. Mit diesen besonderen Sehhilfen läßt sich ein Alkoholrausch simulieren. Die Jugendlichen mussten, die „Rauschbrillen“ vor den Augen auf einem Strich balancieren, Bälle in einen Eimer werfen oder Teile in eine Box sortieren. Kein einfaches Unterfangen, wie die meisten feststellten.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat den interaktiven Klarsicht Mitmachparcours zu Tabak und Alkohol entwickelt. Für die Arbeit vor Ort gibt es eine sogenannte „Kofferversion“, die auch am Donnerstag zum Einsatz kam. „Damit ist man wesentlich flexibler als mit der großen Klarsichtaktion“, sagte Rüschendorf. Sie war bereits vor zwei Jahren mit dem Klarsicht-Parcours bei der Hauptschule und auch in der Realschule zu Gast. Weitere Schulen sollen folgen.

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