Katastrophenreiches Jahr für die DLRG

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Jahreshauptversammlung mit Rückblick und Ehrungen

Wildeshausen. Trotz eingeschränkter Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten, die DLRG-Ortsgruppe Wildeshausen blickt auf ein aktives und einsatzreiches Jahr zurück. Das verdeutlichten die Jahresberichte von Carsten Petermann, Vorsitzender der Ortsgruppe und der Fachbereichsleiter während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Vereinsheim. „Der Zeitaufwand der Wach- und Einsatzdienste beträgt etwa 1400 Stunden mit 18 Helfern“, rechnete Petermann zusammen. Darin enthalten ist der Einsatz der DLRG beim Elbehochwasser 2013.

Die Ortsgruppe stellte für den Wasserrettungszug der DLRG Oldenburger Land / Diepholz sechs Wasserretter als Helfer beim Hochwasser im Raum Hitzacker / Gorleben. Vom 9. bis 14. Juni waren die Wildeshauser dort im Einsatz. Sie stellten mit Cord Wachtendorf als Zugführer und mit Björn Barkemeyer als Gruppenführer „Boot“ auch Führungspersonal. Die Einsatzkräfte berichteten auf der Jahreshauptversammlung, dass der Hochwassereinsatz auch noch eine Woche nach Einsatzende mental nachwirkte.

Wachdienste wurden im Freibad Wildeshausen zur Unterstützung des Badpersonals beim Nachtbaden und am Heidesee in Holdorf durchgeführt.

„Das Jahr 2013 begann, wie 2012 endete, mit Katastrophen: Im Erdgeschoss des ehemaligen Kindergartens sollten Unterkünfte für Flüchtlinge geschaffen werden. Das hätte die Jugendarbeit stark beeinträchtigt. Der 23 Jahre alte VW Bus, der den nächsten TÜV nicht übersteht und die eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten im Winterhalbjahr“, fasste Pressesprecher Heino Fastje einige dieser Katastrophen zusammen.

Besonders unter den stark eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten in Wildeshausen leidet die Aus- und Weiterbildung der Rettungsschwimmer. Das macht sich auch durch rückläufige Mitgliederzahlen bemerkbar. Derzeit wird die Schwimmausbildung im Hallenbad in Bremen und im Freibad in Wildeshausen fortgeführt. Besonders die Fahrten nach Bremen sind zeitaufwendig, für 45 Minuten Training sind die DLRGler 3,5 Stunden unterwegs.

Dennoch gab es auch Lichtblicke. Die Rettungsschwimmsportler aus Wildeshausen waren sehr erfolgreich. Wiebke Schneider siegte auf Bezirks- und Landesebene. Bei den Deutschen Meisterschaften brachten nur Fehler bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung sie um einen Spitzenplatz. Schneider bleibt weiterhin im Landeskader der Rettungsschwimmsportler. Marco Hake durfte bei den Bezirksmeisterschaften mit dem 3. Platz auf´s Treppchen. Lars Barkemeyer belegte dagegen einen undankbaren 4. Platz. Diese Leistungen wurden ohne regelmäßiges Training in Wildeshausen erzielt.

Die Jugendabteilung versuchte, dem Mitgliederschwund durch vermehrte Veranstaltungen entgegenzuwirken. Angeboten wurden Aktionen beim Ferienpass, Ausflüge, Filmabend und Ostereier suchen. Trotz des Mitgliederrückgangs ist die DLRG in Wildeshausen der größte Wassersportverein.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung ehrten Carsten Petermann und Hubert Niemeier vom Bezirk Oldenburger Land / Diepholz langjährige Mitglieder. 40 Jahre gehören Gisela Thomssen und Andreas Tangemann der DLRG an. 25 Jahre dabei ist Ingo Hermes. Und für 10-Mitgliedschaft wurden Lutger Arkenberg, Saskia Cardenäo, Philine Marie Ertelt, Jonas Kramer, Maik Löschen, Janina Suchert, Heidi und Lars Wiese geehrt.

Für den Einsatz beim Elbehochwasser 2013 erhielten Björn Barkemeyer, Andreas Grüter, Krischan Jung, Eike Jung und Heino Fastje vom Land Niedersachsen die Hochwassermedaille 2013. Cord Wachtendorf erhielt die Hochwassermedaille 2013 als Zugführer bereits im Oktober in Hitzacker.

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