Keine Schwulenheilung in Wildeshausen

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Musikschule kündigt Veranstaltungsvertrag mit Freier Christengemeinde

Wildeshausen. Die Wellen schlugen hoch in den vergangenen Tagen. Der als Schwulenheiler bekannte Arzt Dr. Arne Elsen sollte am 19. Juli einen Heilungsgottesdienst und ein Heilungsseminar in der Musikschule des Landkreises abhalten. Eingeladen hatte ihn die Freie Christengemeinde Wildeshausen (FCG). Diese Veranstaltung findet nun nicht mehr statt, zumindest nicht in den Räumen der Musikschule.

Rafael Jung, Geschäftsführer der Musikschule hat den Mietvertrag mit der FCG gekündigt. Er wolle damit Schaden von der Musikschule abwenden. Jung wusste nach eigenen Angaben nicht, wer als Referent in sein Haus kommen sollte. Nach eigenen Recherchen zog er dann die Reißleine.

In den vergangenen Tagen hatte sich in den sozialen Netzwerken massiver Widerstand gegen den Auftritt Elsens in Wildeshausen formiert. Der selbsternannte Homoheiler gilt als sehr umstritten. Elsen arbeitet als niedergelassener Internist in Hamburg. Homosexuelle will er dadurch heilen, dass er ihre Dämonen austreibt. Solche sogenannten Konversionstherapien werden von der Fachgesellschaft deutscher Psychiater und Psychotherapeuten als wirkungslos und gefährlich eingestuft. „In keinster Weise ist Homosexualität eine Erkrankung. Es ist genauso gesund wie Heterosexualität auch“, sagte Dr. Lieselotte Mahler, Oberärztin an der Berliner Charité in einem Interview mit dem NDR-Magazin Panorama.

Erschreckend für Wildeshausen ist die Tatsache, dass eine Veranstaltung mit einem Menschen wie Dr. Arne Elsen überhaupt geplant wurde, dazu noch von einer Kirchengemeinde, die das Wort Christlich in ihrem Titel führt.

Im Web hat sich mittlerweile ein Aktionsbündnis gegründet. Unter Aktionsbündnis gegen LGBITQ*-Feindlichkeit gibt es weitere Informationen zum Thema.

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