Kommt eine neue Grundschule?

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Schulausschuss der Stadt Wildeshausen berät am Donnerstag

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Kaum ein Thema beschäftigt Politik, Verwaltung und öffentliche Meinung derzeit so wie die Raumnot an den Wildeshauser Grundschulen. Am Donnerstagabend berät der Ausschuss für Schulangelegenheiten ab 18.15 Uhr im Sitzungsraum des Stadthauses über mögliche Lösungsansätze. Diskutiert werden drei mögliche Varianten, darunter unter anderem der Neubau einer Grundschule in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (StEM) vor Lüerte. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag hatte der fraktionslose Ratsabgeordnete Karl Schulze Temming-Hanhoff bereits im Juni 2016 gestellt, ohne dass dieser bislang beraten wurde.
Schulze Temming-Hanhoff begründet seinen Antrag damit, dass bei der Aufstellung der StEM im Jahr 2002 in der entsprechenden Satzung beschlossen wurde, in dem Neubaugebiet neben einem Kindergarten auch eine neue Schule zu errichten. „Die notwendigen Haushaltsmittel für eine neue Schule sind über das vorgeschriebene Treuhandkonto bereitzustellen. Entsprechende Haushaltsmittel müssten durch den bisherigen Verkauf von Baugrundstücken ausreichend vorhanden sein“, schreibt er in seinem Antrag.
Eine weitere Variante könnte der Umzug der St.-Peter-Schule in das Gebäude der Hunteschule an der Heemstraße sein. Ein Vorhaben, das auf erheblichen Widerstand bei Eltern und Lehrern der St.-Peter-Schule stößt. Am Mittwochmorgen übergaben Christin Rollié vom Elternrat der Schule, Schulleiterin Brigitte Schmidt und Konrektorin Ingrid Lutz 864 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern, die sich gegen einen Umzug aussprechen. Bürgermeister Jens Kuraschinski nahm den Aktenordner mit den Unterschriften entgegen und kündigte an, im Ausschuss davon zu berichten.
Als dritte Variante steht ein Erweiterungsbau am jetzigen Standort von St.-Peter- und Holbeinschule zur Debatte. Der von der Stadt beauftragte Planer hatte noch weitere Alternativen erarbeitet, die allerdings vom Arbeitskreis Schulen verworfen wurden.
Hier setzt die Kritik von Wolfgang Sasse, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat an. Er bemängelt, dass die Stadt zur Vorbereitung von Entscheidungen im Ausschuss für Schulangelegenheiten diesen Arbeitskreis Schule eingerichtet habe. Im gehören 15 Mitglieder an, zehn davon aus den Reihen der Politik. Allerdings tagt der Arbeitskreis nichtöffentlich, ohne die Mitglieder des Schulausschusses und des Rates. Sasse sieht die Vertraulichkeit der Beratungen und Empfehlungen des Arbeitskreises nicht gegeben. „Grundsätzlich sollte auch die Presse respektieren, das es Situationen gibt, die tatsächlich nicht öffentlich besprochen werden müssen. Die zur Zeit befeuerte emotionale Linie, auch von Mitgliedern des Rates, ist nicht zielführend“, schreibt Sasse in einer Stellungnahme.

 

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