Kuraschinski wird Bürgermeister

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Sabine de Buhr-Deichsel unterliegt klar in der Stichwahl

Wildeshausen. Jens Kuraschinski wird neuer Bürgermeister in der Kreisstadt Wildeshausen. Bei der Stichwahl am heutigen Sonntag setzte er sich klar gegen seine Mitbewerberin Sabine de Buhr-Deichsel durch. Bei einer Wahlbeteiligung von nur 41,50 Prozent entfielen 54,45 Prozent der abgegebenen Stimmen auf Kuraschinski, de Buhr-Deichsel erreichte 45,54 Prozent. Damit wird der 42-Jährige am 1. November die Nachfolge von Amtsinhaber Dr. Kian Shahidi antreten.

„Die Wahl ist entschieden, sie hat gezeigt, dass in Wildeshausen alles möglich ist“, sagte Jens Kuraschinski nach dem Erfolg im Foyer des Stadthauses. Sein jetziger Chef Shahidi war einer der ersten Gratulanten. „Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich einen Bürgermeister und keinen Parteienmeister“, sagte Shahidi in Anspielung auf die fortwährenden Attacken auf ihn während seiner Amtszeit. Er appellierte an die Partei- und Fraktionsvorsitzenden, mit mit dem neuen Bürgermeister zusammenzuarbeiten und nicht wie bei ihm permanent am Stuhl zu sägen. “Dann werden wir in Wildeshausen auch blühende Landschaften erleben.“

Wahlverliererin Sabine de Buhr-Deichsel gratulierte Kuraschinski zum Erfolg. „Er hat die Wahl deutlich für sich entschieden.“ Wildeshausen sei offenbar noch nicht so weit, eine Frau an der Spitze der Verwaltung zu akzeptieren. Eine Vermutung, für die sie zahlreiche Buhrufe im Foyer des Stadthauses erntete.

Dort hatten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die das Eintreffen der Wahlergebnisse aus den 18 Wahlbezirken un den zwei Briefwahlbezirken verfolgt. Als erstes hatte der Wahlbezirk 205 im VHS-Seminarhaus Knagge die Stimmen ausgezählt. Um 18.55 Uhr stand das vorläufige Gesamtergebnis fest.

Für die fünf Parteien CDU, SPD, Grüne, FDP und DIE Linke war die Niederlage de Buhr-Deichsels ein Schlag ins Kontor. Sie hatten gemeinsam die Kandidatin aufgestellt. „Es war dennoch eine gute Idee, eine gemeinsame Kandidatin zu haben“, betonte SPD-Chef Thomas Harms.

„Die Bürgerinnen und Bürger haben entschieden, was sie wollen. Das ist in Ordnung“, sagte Wolfgang Sasse, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes und Fraktionsvorsitzender im Rat. Jens Kuraschinski habe jetzt die Chance, vieles anders zu machen als sein Amtsvorgänger. Für die CDU ist es die zweite Niederlage bei einer Bürgermeisterwahl. 2006 hatte der damalige 1. Stadtrat Willi Möser deutlich gegen den jetzigen Bürgermeister Dr. Kian Shahidi verloren.

Manfred Rebensburg, Fraktionsvorsitzenden der Grünen, bedauerte, dass es keine Frau an der Spitze der Stadt gibt gibt. „Ich glaube, nach 750 Jahren hätte Wildeshausen gut daran getan, eine Bürgermeisterin wählen.“

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