Marktplatz bekommt neues Gesicht

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Grünes Licht für Einzelhandelsprojekt in Wildeshausens Innenstadt

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Der Marktplatz von Wildeshausen, die „gute Stube“ der Kreisstadt, bekommt ein neues Gesicht. Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt des Wildeshauser Stadtrates und der Ausschuss für Stadtentwicklung, Freizeit, Sport und Kultur, stimmten jetzt für die Umsetzung eines Einzelhandelsprojektes. Die UWG-Abgeordneten lehnten die Planungen weiterhin ab.
Zuvor hatte Lars Frerichs, Architekt und Geschäftsführer des Oldenburg Büros „neun grad architektur“, die nochmals überarbeiteten und erstmals auch bildlich erlebbaren Entwürfe vorgestellt. „Wir halten es für angebracht, sich hier am Marktplatz zurückzuhalten.“ Der Neubau solle modern ausstrahlen, zugleich aber den kleinteiligen Charakter des Marktplatzensembles behalten.

So könnte der Neubau vom Durchgang zum Gildeparkplatz aus aussehen. Grafiken: neun grad
So könnte der Neubau vom Durchgang zum Gildeparkplatz aus aussehen. Grafiken: neun grad

Rainer Kolloge, (UWG) begrüßte es, dass die Entwürfe erstmals auch visuell einen Eindruck vom möglichen Aussehen des Marktplatz vermittelten .Er mochte sich jedoch nimmer noch nicht mit dem Projekt anfreunden. „Ich bin mit der Form des Baukörpers nicht einverstanden, finde den Entwurf kalt.“ Sein Fraktionskollege Hermann Hitz (UWG) lehnte die Planungen ebenfalls ab. „Das ist keine Kleinteiligkeit, das sind große zusammenhängende Flächen, das ist eine Mogelpackung.“ Er befürchtete zudem, das die dort geplanten Geschäfte mehr Verkehr in die Innenstadt ziehen und die öffentliche Hand letztlich für die notwendigen Parkflächen sorgen muss.
Auch der Unabhängige Abgeordnete Karl Schulz Temming-Hanhoff konnte dem Entwurf nichts Gutes abgewinnen. Er forderte erneute eine Veränderungssperre für die gesamt Innenstadt, um zu klären, wie sich diese insgesamt entwickeln soll.
Einen entsprechenden Antrag hatte der Ausschuss jedoch bereits bei einer früheren Sitzung abgelehnt, so dass eine neue Beratung nicht zur Debatte stand.
Helmut Müller (FDP) vermisste ebenfalls eine Gestaltungssatzung für den Innenstadtbereich. „Und es fehlt ein Stadtplaner“, monierte Müller. Auch er hielt eine Veränderungssperre für sinnvoll, um nicht „immer Einzelplanungen vorzunehmen.“
Den vorgestellten Entwurf konnte er sich jedoch durchaus am Marktplatz vorstellen. „Der passt hier rein.“

Zwei Ausschüsse des Wildeshauser Stadtrates stimmten für das Einzelhandelsprojekt am Wildeshauser Marktplatz.. Grafiken: neun grad
Zwei Ausschüsse des Wildeshauser Stadtrates stimmten für das Einzelhandelsprojekt am Wildeshauser Marktplatz.. Grafiken: neun grad

Bernhard Block (CDU) votierte ganz eindeutig für den geplanten Neubau. „Wer ernsthaft sagt, dass das, was dort jetzt steht, besser aussieht als das, was geplant ist, der muss blind sein.“
Für die SPD war es wichtig, dass trotz de Neubaus angestammt Veranstaltungen, wie das Gildefest, auch künftig in der Innenstadt stattfinden können.
Sprecher aller Fraktionen bekannten sich auch zum Erhalt der am Marktplatz ansässigen Buchhandlung „bökers am Markt“.

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