Maulwurf gesucht

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Anonymer Hinweis erreicht die Stadtverwaltung Wildeshausen

Wildeshausen (msi/pm). Seit geraumer Zeit werden die Medien in Wildeshausen mit Interna aus dem Stadthaus und dem Rat der Stadt Wildeshausen versorgt. Als Folge daraus gibt es im Ratsinformationssystem bis auf weiteres keine aktuellen Sitzungsunterlagen, weder für Bürger noch für Journalisten. Jetzt erhielt die Stadt einen anonymen Hinweis auf den möglichen Maulwurf. In dem Schreiben wird namentlich einem Ratsmitglied zur Last gelegt, vertrauliche Informationen an die Öffentlichkeit weiter gegeben zu haben.
"Wir haben das Schreiben zum Anlass genommen, das Ratsmitglied zu den Vorwürfen zu befragen. Alle Vorwürfe wurden dementiert bzw. zurückgewiesen, so dass das Schreiben und der Vorwurf für mich gegenstandslos geworden sind", so Bürgermeister Jens Kuraschinski.
"Ich nehme die im Rat aufgekommene Diskussion um die Weitergabe vertraulicher Informationen jedoch nochmals zum Anlass, im kommenden Verwaltungsausschuss unabhängig von den zwischenzeitlich gestellten Anträgen erneut über dieses Thema und das Ratsinformationssystem zu sprechen", so der Bürgermeister. "Der jetzt eingeschlagene Weg ist sicherlich noch nicht der Königsweg. Wir müssen für die Zukunft aber ein solches Verfahren finden, das sowohl den Belangen des Rates, der Bürgerinnen und Bürger und der Medien gerecht wird. Ich bin hier jedenfalls ergebnisoffen und freue mich auf innovative Vorschläge".
Als Verwaltungschef benötige er jedoch auch eine diskrete Plattform, um insbesondere Personalangelegenheiten, Handlungsstrategien oder ähnliches zu besprechen. „Hier bin ich genau wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf die notwendige Vertraulichkeit von Seiten des Rates angewiesen, um Entscheidungen im Sinne der Stadt vorzubereiten.“
Es bringe auf Dauer nichts, wenn Investoren den Standort Wildeshausen meiden oder verlassen, nur weil Dinge verfrüht diskutiert oder zerredet werden, obwohl sie überhaupt noch nicht spruchreif sind.
„Wir benötigen dringend eine Veränderung in der Informationspolitik der Stadt", so der Kuraschinski.

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