Mehr Sauberkeit als Ziel

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Stadt und Landkreis wollen wieder selber reinigen

Wildeshausen. In den vergangenen Jahren war das Auslagern von Diensten auch bei Städten, Gemeinden und Landkreises das Non plus ultra. Kosteneinsparung hieß die Devise. Jetzt hat jedoch offensichtlich ein Sinneswandel eingesetzt. Denn nach dem Landkreis Oldenburg soll auch die Stadt ihre eigenen Einrichtungen wieder mit eigenem Personal reinigen lassen. Das zumindest beantragt die SPD-Fraktion im Wildeshauser Stadtrat.

In dem Schreiben an Bürgermeister Dr. Kian Shahidi heißt es: „Bei der Begehung der Wallschule wurde sehr deutlich, dass die Reinigung der Liegenschaft nicht zur Zufriedenheit der Schule durchgeführt wird. Auch die SPD-Fraktion musste feststellen, dass eine intensivere Reinigung notwendig ist und die Gebäudesubstanz unter diesen Umständen leidet und damit hohe Folgekosten verursachen kann.“

Evelyn Goosmann, SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat, sieht im Einsatz von Reinigungskräften, die direkt bei der Stadt angestellt sind, die Möglichkeit, die Kräfte so einzusetzen wie es notwendig ist. „Außerdem halten wir es für besser Reinigungskräfte langfristig zu beschäftigen. Wir sind sicher, dass damit zudem die Identifikation mit dem Aufgabenfeld sich verbessert und die Motivation steigt“, schreibt Goosmann. Die Stadtverwaltung solle die bestehenden Verträge mit Reinigungsfirmen auslaufen lassen und dann eigenes Personal einstellen.

Damit würde Wildeshausen dem Beispiel des Landkreises Oldenburg folgen. Der Kreisausschuss hatte jüngst beschlossen, das Gymnasium Wildeshausen vom kommenden Jahr wieder von eigenem Personal reinigen zu lassen. Damit werden künftig alle Liegenschaften des Landkreises durch eigene Kräfte gereinigt. „Die Privatisierung solcher Tätigkeiten war uns schon immer ein Dorn im Auge“, schreibt der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, Detlef Sonneberg.

Hätte der Landkreis bei der Reinigung weiterhin auf private Unternehmen gesetzt, wäre eine europaweite Ausschreibung nötig gewesen. Die Kreisverwaltung hatte die Option der Eigenbewirtschaftung betriebswirtschaftlich geprüft und zeigte ein erhebliches Einsparpotenzial auf.

Nun muss der Landkreis noch das notwendige Personal einstellen, Schrubber, Wischlappen und Putzmittel beschaffen.

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