Mitglieder zahlen bald mehr

(Kommentare: 0)

Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde beschließt Beitragserhöhung

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Der eigentlich wichtigste Tagesordnungspunkt bei der Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde am Sonnabend in der Widukindhalle kam erst fast zum Ende der Versammlung. Der Vorstand hatte eine Beitragserhöhung um 10 Euro auf dann 36 Euro im Jahr beantragt. Schatzmeister Siegbert Schmidt begründete die Anpassung mit steigenden Kosten und einer zunehmenden Anzahl von Mitgliedern, die aufgrund ihres Alters und ihrer Gildezugehörigkeit keinen Beitrag mehr zahlen müssen. Zudem soll in den kommenden Jahren in das Gildefest investiert werde, um auch in Zukunft die Menschen nach Wildeshausen zu locken.

Einstimmig votierten die Gildebrüder für das Gildefest 2015. Foto: msi
Einstimmig votierten die Gildebrüder für das Gildefest 2015. Foto: msi

Hatten die Offiziere der Kompanien bei ihren Kurzberichten noch von überwiegender Zustimmung zur Beitragserhöhung gesprochen, regte sich während der Versammlung doch Widerstand. Zumal die Gilde über nicht unbeträchtliche Rücklagen verfügt.
Jörg Eisler von der Kompanie Cornauer Tor schlug vor, vor einer Beitragserhöhung die Einnahmen beim Gildefest, zum Beispiel durch höhere Verpachtungsgelder, zu steigern. Heinrich Kathmann, Ratskompanie, regte einen Ausschuss an, der mögliche Einsparpotenziale herausarbeiten soll. „Immerhin beträgt die Erhöhung 30 Prozent;“ betonte er.

Drei neue Gesichter an der Spitze der Gilde: General Jens Kuraschinski (Mitte), Adjutant Günter Vorberger (rechts) und Thomas Eilers, Chef des Protokolls. Foto: msi
Drei neue Gesichter an der Spitze der Gilde: General Jens Kuraschinski (Mitte), Adjutant Günter Vorberger (rechts) und Thomas Eilers, Chef des Protokolls. Foto: msi

Franz Duin, ehemaliger Wildeshauser Bürgermeister und Gildegeneral, erinnerte an die gesellschaftlichen Verpflichtungen der Gilde in Wildeshausen. „Wenn wir diesen Leistungskatalog für die Menschen halten wollen, brauchen wir Geld“, sagte Duin. Er sprach auch die Beitragsfreiheit an. „Die Zahl der beitragsfreien Mitglieder wird weiter steigen. Ich persönlich werde meinen Beitrag weiter zahlen. Aber wir müssen diese Beitragsbefreiung diskutieren und notfalls kappen.“
Der Gilde gehörten am 31. Dezember 2014 insgesamt 3555 Mitglieder an.
Ein wenig Heiterkeit brachte Bernhard Niester in die ernste Diskussion. Er wollte wissen, ob die 400 beitragsbefreiten Mitglieder auch mitstimmen dürften. „Denen kann die Erhöhung doch egal sein.“

Einige Gildebrüder entfalteten während der Generalversammlung ihre ganze Kreativität. Foto: msi
Einige Gildebrüder entfalteten während der Generalversammlung ihre ganze Kreativität. Foto: msi

Gab es bei der Abstimmung über den Beitrags ein knappes Ergebnis, zeigten sich die Gildemitglieder beim Beschluss über das kommende Gildefest einmütig. Ohne Gegenstimme wurde beschlossen, das Gildefest 2015 in althergebrachter Weise zu feiern.
Zu Beginn der Versammlung hatte der neue Gildegeneral und Bürgermeister Jens Kuraschinski auf einige Veränderungen am Vorstandstich hingewiesen. Als sein Adjutant fungiert jetzt Günter Vorberger. Thomas Eilers, allgemeiner Vertreter Kuraschinskis im Bürgermeisteramt, nimmt als Chef des Protokolls jetzt das Amt ein, das zuvor Kuraschinski inne hatte.

Der Wildeshauser Spielmannszug unterhielt die Gildemitglieder mit zünftiger Musik. Foto: msi
Der Wildeshauser Spielmannszug unterhielt die Gildemitglieder mit zünftiger Musik. Foto: msi

Traditionsgemäß endete die Versammlung der Schützengilde mit dem Absingen des Wildeshauser Liedes. Dabei zeigte sich erneut, das einige Gildebrüder noch einigen Übungsbedarf bis zum Gildefest haben.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 5 und 6.