Mögliche Lösung in Sicht

(Kommentare: 0)

Ingenieurbüro legt Konzept für Pagenmarschsanierung vor

Wildeshausen. Erst lies der Rat der Stadt Wildeshausen am Donnerstagabend die wenigen Bürger und die Pressevertreter eine halbe Stunde in der Kälte vor dem Rathaus warten. Dann waren die Abgeordneten so schnell, dass die Öffentlichkeit beinahe gar nicht mitbekommen hätte, über was entschieden wurde. Dabei ging es um einen der Brennpunkte in der Kreisstadt, die völlig aus dem Ruder gelaufene Sanierung der Pagenmarsch.

Erst als Kreszentia Flauger (Die Linke) intervenierte, wurden das vom Ingenieurbüro Krauss & Partner vorgelegte Konzept und der Beschlussvorschlag vorgetragen. Hintergrund der Sondersitzung des Rates ist der immer noch auf der Baufläche vorhanden Bodenaushub und Bauschutt.

Krauss & Partner hatten im Verwaltungsausschuss (VA), der unmittelbar vor dem Rat tagte, vier mögliche Variaten für die Fertigstellung der Sanierung vorgestellt. Alle vor dem Hintergrund, dass die Planer eine Kostengarantie über 2,85 Millionen Euro abgegeben hatten. Der VA und anschließend auch der Rat favorisierten die Variante 3. Danach wir das Gelände, auf dem das Feuerwehrhaus gebaut werden soll, an drei Seiten mit einem Erdwall versehen. Der Wall weiß am Wallfuß eine Breite von zehn Metern auf, eine Höhe von drei Metern hat und im Wallkronenbereich einen Meter breit ist. An der westlichen Grundstücksgrenze beträgt die Länge des Walls 120 Meter, an der südlichen Grenze 130 Meter und an der östlichen Grenze 125 Meter.

Zudem wird der hintere Bereich des nicht bebauten Geländes auf einer Fläche von 8000 Quadratmetern aufgefüllt, damit die vorgesehene Geländehöhe von 20,5 Metern über Normalnull (NN) erreicht wird. Alle diese Maßnahmen bewirken, dass das bislang noch vorhandene, wiedereinbaufähige Material komplett verwendet werden kann und nicht abtransportiert werden muss.

Was bleibt sind etwa 6000 Tonnen nicht aufbereitetes Gemisch aus Bauschutt (92 bis 95 Prozent) und Reststoffe wie Holz, Plastik oder Straßenaufbruch (fünf bis acht Prozent). Die zusätzlichen Maßnahmen schlagen mit 230.700 Euro zu Buche. Diese Kosten sollen aber in den 2,85 Millionen Euro Gesamtkosten enthalten sein.

Die Verwaltung wurde einstimmig beauftragt, dieses Vorgehen mit einem schriftlichen Regelwerk der beteiligten Anwälte zu dokumentieren und anschließend dem VA und dem Rat zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen. Voraussichtlich werden die beiden Gremien in der kommenden Woche tagen.

Es bleibt abzuwarten, ob der Rat dem Vorgehen zustimmt. Denn immerhin hat der vorgesehene Wall eine Gesamtgrundfläche von 3750 Quadratmetern, eine Fläche, die für eine anderweitige Nutzung nicht mehr vorhanden ist. Legt man die Gesamtfläche des Sanierungsbereichs mit 17000 Quadratmetern zugrunde und rechnet die Gesamtsanierungskosten gegen, würde die Fläche des Walls ohne die notwendigen Arbeitsmaßnahmen schon 628.687,50 Euro kosten.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 3 plus 4.