Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz

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Feuerwehr und Diakonie Himmelsthür tauschen sich über Brandschutz aus

Wildeshausen (msi/pm). Die Einrichtungen der Diakonie Himmelsthür gehören zu den regelmäßigen „Kunden“ der Feuerwehren der Stadt Wildeshausen. Immer wieder lösen die Brandmeldeanlagen in den Wohneinheiten aus. In den meisten Fällen handelt es sich um Fehlalarme. Am 26. Januar brannte es tatsächlich in einem Zimmer im Haus Ammerland. Zum Glück blieb es beim Sachschaden. Damit möglichst auch künftig Brände so glimpflich ablaufen, trafen sich jetzt Vertreter der Feuerwehr und der Diakonie Himmelsthür zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch.
Die stellvertretende Regionalgeschäftsführerin Ute Schünemann hatte zu dem Gespräch eingeladen. Schünemann verwies auf die Besonderheiten der Einrichtung für Menschen mit hohem Assistenzbedarf.

Ute Schünemann (hinten, Dritte von links) begrüßte die Führungskräfte der Feuerwehren der Stadt Wildeshausen. Foto: DWH / Barbara Wündisch-Konz
Ute Schünemann (hinten, Dritte von links) begrüßte die Führungskräfte der Feuerwehren der Stadt Wildeshausen. Foto: DWH / Barbara Wündisch-Konz

Wohnbereichsleiterin Petra Knake führte die Feuerwehrleute durch das Haus Ammerland, in dem es im Januar zu einer Brandstiftung gekommen war. Sie machte deutlich, dass die Bewohner in einem Brandfall besondere Unterstützung benötigten. Manche Menschen seien bettlägerig oder wegen Eigen- oder Fremdgefährdung am Bett fixiert. Für die Feuerwehr ist es wichtig, derartige Informationen bei einem Einsatz möglichst schnell zu bekommen und von den Himmelsthür-Mitarbeitenden ganz klare hierzu Aussagen erhielten. Die Feuerwehrführungskräfte regten an, die so genannten Feuerwehr-Laufkarten neben den Grundrissen der Wohneinheiten mit weiteren Informationen zu versehen. Diese Laufkarten sind an der Brandmeldezentrale deponiert und ermöglichen es den Einsatzkräften, sich vor Ort schnell zurechtzufinden.
Bei der anschließenden Gesprächsrunde im Saal Haus Emsland ermutigte der stellvertretende Ortsbrandmeister Conrad Kramer alle dazu, sowohl im Brandfall als auch bei Fehlalarmen die 112 zu wählen. Wenn es wirklich brenne, sei eine frühzeitige zusätzliche Information wichtig, damit sofort eine entsprechende Alarmstufe ausgelöst werden könne. Handele es sich aber sichtbar um einen Fehlalarm, werde nach einem Anruf nur die „kleine Schleife“ ausgelöst und ein Großeinsatz könne verhindert werden.
Beim Brand am 26. Januar hatte zunächst die Brandmeldeanlage ausgelöst, wodurch die Großleitstelle Oldenburg (GOL) einen entsprechenden Einsatz für die Feuerwehr Wildeshausen veranlasste. Nachdem Ortsbrandmeister Hermann Cordes als erster am Einsatzort eintraf, veranlasste er umgehend eine Erhöhung des Einsatzstichwortes auf Wohnungsbrand. Als klar war, dass sich noch Personen im Haus befanden, erfolgte eine weitere Erhöhung mit dem Stichwort „Massenanfall an Verletzten“, wodurch auch zahlreiche Rettungsdiensteinheiten anrückten.
Im Gespräch wurde auch deutlich, dass sich die Haustechnik der Diakonie Himmelsthür gut gerüstet sieht. An einigen Stellen soll noch nachgebessert werden. Alle Mitarbeitenden der Diakonie Himmelsthür nehmen regelmäßig an den gesetzlich vorgeschriebenen Schulungen zu Brandschutz und Arbeitssicherheit teil.
Ute Schünemann bedankte sich für die konkreten Tipps der Feuerwehr. Und auch Hermann Cordes äußerte sich zufrieden: „Ich bin sehr froh, dass dieses Treffen hier heute stattfindet.“
Feuerwehr und Diakonie Himmelsthür wollen weiter im Gespräch bleiben.

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