Nachdenkliches zum Jahresbeginn

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Neujahrsempfang der Wildeshauser SPD

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Gut 40 Sozialdemokraten waren am Sonntagmorgen der Einladung der SPD Wildeshausen zum Neujahrsempfang gefolgt. Thomas Harms, Vorsitzender des Ortsvereins, begrüßte unter anderem die Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag, die beiden Landtagsabgeordneten Renate Geuter und Axel Brammer sowie Vertreterinnen und Vertreter der benachbarten SPD Ortsvereine aus Dötlingen, Großenkneten und Harpstedt.
Als Ehrengast war der Bremer Staatsrat für Finanzen, Hans Henning Lühr, in die Huntestadt gekommen. Er erinnerte in seiner Rede an die Terroranschläge von Paris, denen 17 Menschen zum Opfer fielen. „Die Attentäter haben für sich in Anspruch genommen, im Namen des Islam zu handeln. Und sie haben damit dem Ansehen des Islam großen Schaden zugefügt“, sagte Lühr. Er betonte, dass die weitaus überwiegende Mehrheit der Muslime, die in Deutschland, in Niedersachsen und Bremen wohnen, friedliebende Menschen seien. Sie seien genauso entsetzt darüber, welche Verbrechen im Namen ihrer Religion begangen werden.

Thomas Harms (rechts) begrüßte Hans Henning Lühr beim Neujahrsempfang der SPD Wildeshausen. Foto: msi
Thomas Harms (rechts) begrüßte Hans Henning Lühr beim Neujahrsempfang der SPD Wildeshausen. Foto: msi

„Dieser Anschlag verlangt, was wir geeint in im festen Willen zu Verständigung und gegenseitigem Verstehen die Werte des Zusammenlebens in Frieden und Freiheit gegen Hass und Intoleranz verteidigen.“
Lühr erwähnte in diesem Zusammenhang auch den Besuch von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel bei einer Diskussionsrunde, an der auch Teilnehmer der PEGIDA Demonstrationen anwesend waren. „ Es ist richtig, das Gespräch mit diesen Menschen zu suchen, die Sorgen und Ängste haben. Aber wird werden keine Kommunikation mit den Führern dieser Bewegung pflegen, diese nicht hofieren“, betonte er.
Nach dem ernsteren ersten Teil seiner Rede beschrieb Lühr im zweiten Teil ein unterhaltsameres Beispiel einer gelungenen Integration. Anhand des Buches „Grünkohl und Curry – Die Geschichte einer Einwanderung“ von Hasnain Kazim ging Lühr auf eine geglückte Integration, auf Liebe und Freundschaft ein.
Denn der als typisch norddeutsch angesehene Grünkohl, der als „Ollborger Palme“ oder als „Breemsch Brunkohl“ weltweit bekannt ist, stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Grünkohl sei also eine Pflanze mit Migrationshintergrund, stellte Hans Henning Lühr fest.
Am Ende seiner Rede hob Lühr noch die Bedeutung der Kommunalpolitik hervor. „Politik muss dahin gehen, wo die Menschen sind.“ Nur so gelänge es, alle mitzunehmen und einzubeziehen und damit der Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.

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